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Direct-Stream-Digital
(DSD) Eine Vereinfachung des PCM-Codierverfahrens, das mit der Einführung der Super-Audio-CD (SACD) 1999 durch den Firmenverbund Sony/Philips auf den Markt kam. D. beruht auf der Erkenntnis, dass sich die Ausgangs-Impulse der heute üblichen Delta-Sigma-Modulatoren (DSM) auf beiden Seiten der Wandlerkette gleichen, so dass man »eigentlich« auf die zwischenliegenden Komponenten verzichten kann. Das Signal wird also im 1-Bit-Format dem DSM entnommen und mehr oder weniger direkt an die analogen Ausgangsfilter durchgereicht. Da es hinter dem Modulator nur noch zwei mögliche Ausgangsamplituden gibt, werden Dezimationsfilter, Oversamplingfilter und der DSM im D/A-Wandler überflüssig. Die Abtastrate beträgt 2,8224 MHz, also dem 64-fachen einer CD-Audio und dem 14-fachem einer DVD-Audio. Es können also Frequenzen verarbeitet werden, die weit außerhalb des hörbaren Bereiches liegen, wodurch auch die Störleistung auf ein breiteres Band verteilt wird. Das Verfahren ist aber sehr jitterempfindlich, weil geringe Schwankungen des Abtasttaktes einen falschen Amplitudenwert verursachen, der zu einem sprunghaften Anstieg des Rauschpegels im gesamten Spektrum führt. Signaltheoretisch entspricht der Jitter-Effekt einer Modulation mit unendlichem Spektrum, so dass er auch bei einer sehr hohen Abtastrate Auswirkungen auf das Audioband hat. D. kombiniert deshalb einen 4- bis 5-Bit-Modulator mit einem 1-Bit-Requantisierer, um ein Multi-Bit-Signal auf das D-Format zu reduzieren. Das beaufschlagt aber das Signal mit Rauschen und Verzerrungen was den Einsatz von Filtern, diesmal auf digitaler Ebene, notwendig macht. Erst danach lässt sich das Multi-Bit-Signal rekonstruieren.