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Digital Radio Mondiale
(DRM) Ein internationales Konsortium für den digitalen Betriebsmodus im des Lang-, Mittel- und Kurzwellenhörfunk. Dieser Hörfunkfrequenzbereich heißt wegen der bislang genutzten Amplitudenmodulation auch »AM-Funk«, im Gegensatz zum UKW-Bereich, in dem Frequenzmodulation üblich ist. Ziel des D.-Konsortiums ist letztlich ein globaler Standard für den digitalen Rundfunk. Der DRM-Standard arbeitet mit der Audiokompressionstechnologie aacPlus. Das von D. propagierte System ist das einzige universelle und herstellerunabhängige digitale »AM«-Rundfunksystem, das annähernd FM-Tonqualität erreicht und auf den weltweiten Märkten verfügbar sein soll. Das System nutzt die höhere Reichweite der »AM«-Frequenzen und ergänzt dadurch DAB, so dass der Digitalempfang an jedem Ort der Welt möglich wird. Dadurch können Rundfunksender interessante neue Dienste anbieten, und die Hörer profitieren von einer erheblich besseren Qualität ihrer bevorzugten AM-Sendungen. Der DRM-Standard nutzt für die Quellcodierung die Audiokompressionstechnologie aacPlus unter Einsatz von spectral band replication (SBR). Weil die einzelnen Sender in einem engen Frequenzraster eingepasst sind, wird die Modulation ziemlich komplex. D. nutzt hierzu mehrere QAM-Träger in einem Frequenzabstand von ca. 66 Hz. Es kommt 64-QAM oder das weniger störanfällige 16-QAM (mit COFDM) zum Einsatz. Auch der UKW-Bereich soll übrigens mittelfristig auf D. umgestellt werden, allerdings nicht global. Es ist zudem auch nicht geplant, dass D eine Konkurrenz für DAB wird. Im November 2004 legte der Lenkungsausschuss von D. deshalb der Generalversammlung einen Vorschlag vor, der vorsieht, die Frequenzen von 30 bis 120 MHz zu nutzen. In diesen Bereichen fällt allerdings der Vorteil der großen Reichweite im »AM«-Bereich weg. Der Vorteil ist allerdings das bei UKW größere Rastermaß für den Senderabstand.