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Digital Audio Broadcast
(DAB) Der europäische Standard für den terrestrisch ausgestrahlten digitalen Hörfunk. Wurde im Rahmen der europäischen Forschungsinitiative Eureka Anfang der 90er Jahre entwickelt. Es war das 147. Eureka-Projekt und heißt deshalb auch Eureka 147. Es bietet CD-nahe Tonqualität. Die Abtastung erfolgt mit 48 kHz, codiert wird (je Kanal) ein 16 Bit breites Wort. Das ergibt rund 1,5 MBit/s für eine Stereo-Sendung. D. nutzt aber das Codierungs- und Kompressionsverfahren MP2 (MUSICAM), das das Stereosignal mit 192 kBit/s codiert. Zusätzlich wird zur Sicherung ein Faltungscode mitgesendet, der eine wirksame Fehlerkorrektur beim Empfänger ermöglicht. Je nach Sicherungsbedarf (und Umfang dieses Codes) kann sich die Netto-Datenrate je Programm von 192 kBit/s annähernd verdoppeln. Ausgestrahlt wird in der Regel ein Multiplex von mehreren Kanälen. Ein (typischer) Multiplex von sechs Programmen benötigt dann eine Brutto-Datenrate von rd. 2,24 MBit/s. D. nutzt zur Ausstrahlung u.a. das VHF-Frequenzspektrum, das 1,5 MHz Bandbreite benötigt. Zur Erhöhung der Störfestigkeit kommt ein codiertes orthogonales Frequenzvielfach (COFDM) zum Einsatz, das im VHF-Band aus 1536 einzelnen Trägern aufgebaut ist (im L-Band sind es 384 Träger). Diese Träger benötigen rd. 1,5 MHz Bandbreite und machen das Signal sehr robust. D. ist, anders als FM-Radio, unempfindlich gegen Mehrwege-Empfang dieser ist sogar vorteilhaft. Langfristig soll D. zusammen mit DRM den analogen Hörfunk ablösen. Grund sind die Vorteile von D. wie störungsfreier Empfang, verbesserte Klangqualität, die Möglichkeit von Gleichwellennetzen und eine effizientere Nutzung des Funkfrequenzspektrums.
