Röhrenverstärker:
Kopfhörerverstärker mit PCL86
Einem Trioden-Vorverstärker folgt ein Kathodenfolger zur Sicherstellung einer geringen Ausgangsimpedanz. Der Verstärker wurde auf den Beyerdynamik DT-880Ed2005 mit 250 Ohm optimiert. Wir haben es aber auch mit zwei anderen Kopfhörern getestet, Sennheiser HD-570 64 Ohm und Teufel AC-9050 32 Ohm. Mit dem Sennheiser klang es auch noch ganz gut.
von Olaf Kaluza
Der Kopfhörerverstärker mit zwei PCL86 enthält zwei getrennte Spannungswandler für Heizung und Anodenspannung.
Einem Trioden-Vorverstärker folgt jeweils ein Kathodenfolger zur Sicherstellung einer geringen Ausgangsimpedanz.
Ich habe die Schaltung teilweise von hier übernommen: www.audioton.republika.pl
Allerdings habe ich sie für 100 V neu durchgerechnet.
Ich hatte erst 50 V probiert, aber da wird die PCL86 schon sehr nichtlinear.
Kann man vergessen wenn man mehr als Mittelwelle hören will.
Der Verstärker wurde auf den Beyerdynamik DT-880Ed2005 mit 250 Ohm optimiert. Wir haben es aber auch mit zwei anderen Kopfhörern getestet, Sennheiser HD-570 64 Ohm und Teufel AC-9050 32 Ohm. Mit dem Sennheiser klang es auch noch ganz gut.
Der Teufel klang nicht mehr so gut.
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Es ist aber jetzt schwer zu sagen ob das an der niedrigen Impedanz lag Es gibt also zumindest Anhaltspunkte das der Verstärker bis runter auf 60 Ohm gut arbeitet.
Ein Wort zu den Bauteilen:
Teilweise sind da ein paar exotische Teile in der Schaltung.
Das ist natürlich deshalb so weil ich da bergeweise von in der Bastelkiste habe. Man kann die sicher zum Teil durch was anderes ersetzen. C2, C7, C6 und C8 liegen aber im Signalpfad. Da muss erlesene Qualität rein.
Spannungswandler
Die Schaltung erwartet eine Versorgungsspannung von 15-20 V. Ich habe das deshalb so gewählt weil man auf diese Weise einfach eines der üblichen Laptopnetzteile verwenden kann. Die liefern nämlich normalerweise 16-18 V. Der Verstärker nimmt dabei 11 W auf.
Eine Auslegung auf eine geringere Eingangspannung wird dann langsam problematisch wenn man ohne Trafo im Boostconverter direkt auf 100 V kommen will. Die Pushpull-Stufe nach dem MC34063 und die beiden Mosfets sind da auch nicht ohne Grund. Es ist sehr wichtig schnell zu schalten damit man einen guten Wirkungsgrad hat.
Da jede Störung auf der Anodenspannung sofort auf den Ausgang durchschlägt wird die Ausgangspannung nochmal LC-gefiltert. Die Reihenschaltung der Kondensatoren im Ausgang habe ich deshalb so gewählt weil die Schaltung in ein sehr kleines und flaches Gehäuse passen sollte.
Es gibt leider ein Problem mit dem Boostconverter.
Wenn man den Verstärker einschaltet, dann müssen die Röhren erstmal aufheizen.
In diesem Zeitraum fließt ein zu geringer Anodenstrom. Dann geht der MC34063 in den lückenden Betrieb über. Das führt dazu, dass man am Ausgang für 20 s eine satte Frequenz von 15 Hz hat. Um das zu verhindern habe ich den Schmitttrigger mit dem Elko eingebaut.
Der zieht die Referenz des MC34063 für 30 s nach dem Einschalten hoch und sorgt so dafür, dass sich die Anodenspannung erst aufbaut wenn die Röhren warm sind. D3 sorgt für sofortige Entladung von C22 falls man den Verstärker ausschaltet. So wird jedesmal erneut 30 s gewartet.
Erwähnenswert ist hier nur die Beschaltung von T5. Dadurch sorge ich da dafür, dass die Betriebspannungs-LED nur leuchtet wenn sowohl Heizung wie auch Anodenspannung vorhanden sind.
Die Röhren werden selbstverständlich mit Gleichspannung beheizt. Die Schaltung erzeugt KEINERLEI hörbares Brummen oder Rauschen wenn der Verstärker eingeschaltet ist.
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