Ich schrieb zwei 8-polige Röhrenfassungen mit der Bestellnummer 400077 auf, die mir geeignet erschienen, und tätigte meine Bestellung bei Pollin [2]. Mit der Lieferung erhielt ich auch die beiden Fassungen. Ihre Kontakte sind allerdings zu weit für die Anschlussstifte der beiden Röhren des Lernpakets. Zunächst war ich darüber ziemlich enttäuscht, legte das Lernpaket mit den Röhrenfassungen zur Seite und beschäftigte mich mit anderen Dingen. Nach einigen Tagen fand ich eine geeignete Lösung, die ich hier mit Bildern erläutere, damit Sie als Leserin / Leser des ELO-Magazins sie auch nutzen können. Dies sind die Röhren und die Kontakte aus dem Lernpaket.
Das sind die beiden Röhrenfasssungen von Pollin[2] neben den Kontakten aus dem Lernpaket.

Diese müssen so in die Kontakte der Röhrenfassung hineingelötet werden, wie es im folgenden Bild zu erkennen ist.

Wenn an ihre Enden außerdem noch kurze Drahtstücke (Reste, die von Bauteilen abgezwickt wurden, o ä.) angelötet werden, muss man nur noch die beiden Röhren einsetzen und kann die im Handbuch zum Lernpaket dargestellten Experimente ab sofort auf einem Steckboard durchführen, das z. B. auch bei Pollin[2] erhältlich ist..

Als Orientierungshilfe beim Anschließen dient eine Beschriftung der 8 Kontakte unten auf der Metallhülle wie im folgenden Bild, da man nun nach den im Handbuch zu den einzelnen Kapiteln dargestellten Schaltplänen isolierte Drähte stecken muss, wenn man eines der dort beschriebenen Experimente ausführen möchte.
Dies ist zunächst ein Nachteil, doch es geht nach etwas Umgewöhnung nach meiner Erfahrung ganz leicht. Es ist eine gute Übung für den Fall, dass man später Schaltungen mit Röhren z. B. nach einem Fachbuch von Burkhard Kainka[3] oder nach einem der Fachbücher von Joachim Gittel [4] aufbauen möchte.
Es ist außerdem zweckmäßig, an die blanken Enden der drei Clip-Anschlussleitungen für die Akkus bzw. die 9V-Batterien ebenfalls kurze Drahtstücke anzulöten, um sie bequem in einen der Kontakte des verwendeten Steckboards hineinstecken zu können.
Darauf kann man den Lötkolben ausschalten, da er ab sofort für die Experimente mit den beiden Röhren des Lernpakets nicht mehr benötigt wird.

Im Bild ist gerade die Schaltung zur Röhrendiode aus dem Kapitel 2.2 des Lernpakets Röhrentechnik aufgebaut. Als „Schalter" zum Ein- und Ausschalten der beiden Gleichspannungsquellen können zwei dreipolige einreihige Stiftleisten mit zwei dazu passenden Steckbrücken dienen. Diese Bauteile sind z. B. ebenfalls bei Pollin [2] erhältlich neben weiteren Röhren und zwei weiteren Arten von Röhrenfassungen.

Wer gerne lötet, kann auch die Drahtstücke an den Kontakten der Röhrenfassungen weglassen und ihre Enden so verbiegen, dass er diese für Experimente z. B. auf eine Platine mit Lötpunkten auflöten kann, die z. B. auch bei Pollin [2]erhältlich ist.
Auch bei Oppermann [5], ak.modul-bus [6] und Conrad [7] sind bestimmte Röhren und Röhrenfassungen erhältlich.
Steckboards liefern außer Pollin [2] z. B. Conrad [7], ELV [8] und Reichelt [9]. Bei ELV sind u. a. auch Schaltdraht-Sortimente erhältlich.


Bezugsquellen, Literatur
[1] www.franzis.de
[2] www.pollin.de
[3] Burkhard Kainka „Röhrenprojekte von 6 bis 60 V", Elektor, 2004
[4] Joachim Gittel „Jogis Röhrenbude", Franzis-Verlag, 2004
sowie Joachim Gittel „Neues aus Jogis Röhrenbude", Franzis-Verlag, 2005
[5] www.oppermann-electronic.de
[6] www.ak-modul-bus.de
[7] www.conrad.de
[8] www.elv.de
[9] www.reichelt.de
Hinweis der Redaktion: Die im Beitrag verwendeten Fassungen sind Oktal-Fassungen, z.B. für die EL34. Die 2SH27L aus dem Lernpaket hat jedoch den Loktal-Sockel mit dünnen Pinnen. Loktal-Fassungen gibt es z.B. bei MODUL-BUS.