Das Stromsparaudion
von Daniel Greiser

Wer ein wenig bei Ebay stöbert kann für wenig Geld einen schönen Bausatz für ein 0-V-3 Audion ersteigern.
Der Bausatz besteht aus einer fertig geborten Platine mit 4 russischen Röhren vom Typ 1sh24b. Der Bausatz ist natürlich neben einer ausführlichen Bauanleitung noch mit allen benötigten Bauteilen ausgestattet. Deshalb kann man bereits nach kurzer Bastelzeit das Audion in Betrieb nehmen.
In der ausführlichen Bauanleitung wird sogar beschrieben, wie die Spule zu wickeln ist, damit man den Frequenzbereich von ca. 5500 kHz - 7500 kHz hören kann. Das Wickeln von Spulen für anderen Bereiche wird auch erläutert. Das Gerät ist sehr empflindlich und wird dank des kleinen Ausgangsübertragers (Netztrafo 230V/6V) mit 32-Ohm-Kopfhörern oder PC-Aktivboxen zu einem vollwertigen Kurzwellenempfänger.
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Beeindruckend ist der extrem niedrige Stromverbrauch des Audions. Die Heizspannung liegt bei 1,2V DC und kann von einem einfachen Akku bezogen werden. Bei der niedrigen Spannung zieht das Audion ca. 40mA für die Heizung der 4 Röhren! Das Glimmen der Heizung ist allerdings nur ganz schach zu sehen.

Die Anodenspannung sollte allerdings mindestens 45 Volt betragen. Die habe ich mir aus einer Reihenschaltung von 5 Stück 9-Volt-Blöcken „gezaubert". Der Anodenstrom liegt bei maximal 4 mA. Aufgrund des geringen Energiebedarfes, man beachte dass es ein Röhrenaudion ist, habe ich es zum „Stromsparaudion" erklärt.
Für Freunde des Amateurfunkers ist ein 56-pF-Kondensator im Lieferumfang enthalten. Der Einbau führt zu einer Bandspreizung und ermöglicht bei einer entsprechend gewickelten Spule den Empfang von AM-SSB oder CW-Nachrichten im 40-m-Band dank der starken Rückkopplung.
Besonders Spaß macht der Empfang des Audions natürlich nach Sonnenuntergang. Bereits mit einer im Zimmer gespannten 3 Meter langen Drahtantenne lassen sich sehr viele Sender empfangen. Noch besser wird es mit einer guten Erde. Ich verwende die Heizungsrohre.

Damit der schöne kleine Weltempfänger vor mechanischen Einflüssen geschützt wird, habe ich ihm ein kleines Halbschalengehäuse spendiert. Zusätzlich habe ich etwas dickeren Cu-Lackdraht und einen Luftdrehkondensator zur Verbesserung der bereits recht guten Trennschärfe eingesetzt.
Außerdem habe ich im Gehäuse Halterungen für die Batterien angebracht. Beim Einsatz von vernünftigen Knopfzellen konnte ich etwa 30 Stunden „mobil" im Äther surfen. Ein wirklich netter Bausatz, der auch Anfängern schnell Erfolg und Freude bringen wird.
Siehe auch: Vorstellung des Bausatzes in Jogis Röhrenbude

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