Trioden-Vorverstärker
von B. Kainka, Röhrenradios selbst bauen
Siehe auch: Lernpaket Röhrentechnik
Wenn es um den Wirkungsgrad eines Verstärkers geht, kann eine Röhre nicht mit modernen Halbleitern mithalten. Auch eine große Ausgangsleistung ist bei der alleinigen Verwendung von Röhren nur mit relativ viel Aufwand zu erreichen. Deshalb ist es nahe liegend, dass man den Endverstärkern mit Halbleitern realisiert, die Vorverstärker aber mit einer Röhre. Bei passender Aussteuerung kann der besondere Röhrenklang erhalten bleiben. Dieses Konzept kann mit dieser Schaltung erprobt werden:

Trioden-Vorverstärker und Halbleiter-Ausgangsverstärker
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Die Röhre leistet in dieser Schaltung keinen Anteil zur Gesamtverstärkung, da die Triodenstufe mit einer Spannungsverstärkung um 1 betrieben wird. Gleichzeitig wird hier noch mit relativ geringer Aussteuerung gearbeitet, weil der LM386 nur wenig Eingangsspannung benötigt. Ob dabei schon ein besonderer Röhrenklang entsteht, ist nicht leicht zu beurteilen. In jedem Fall erhält man jedoch auch mit dem beiliegenden Ohrhörer genügend Lautstärke. Der Ohrhörer sollte mit beiden Systemen in Reihe angeschlossen werden, wobei der gemeinsame Anschluss frei bleibt. Auch ein Lautsprecher kann bereits verwendet werden.

Der Einkanal-Lautsprecherverstärker
Zweistufiger Vorverstärker
Mehr Verstärkung erreicht man mit zwei Vorstufen. Der Lautstärkeregler erlaubt eine variable Aussteuerung der Vorstufe. Dreht man den Regler weit zurück und die Signalquelle entsprechend hoch, gelangt die Vorstufe eher in den Bereich der gekrümmten Kennlinie. Die Schaltung ist so empfindlich, dass sie direkt an einen Plattenspieler mit hochohmigen Kristallsystem angeschlossen werden kann.

Ein Verstärker mit zwei Vorstufen.

Lautsprecherverstärker mit Lautstärkeregelung
Das Oszillogramm zeigt die Signalspannung am Eingang und am Ausgang der ersten Stufe bei starker Übersteuerung. Man erkennt eine Begrenzung an beiden Seiten des Signals. Die Übergänge in die Sättigung sind jedoch weich und werden als angenehmer empfunden als die harten Verzerrungen eines übersteuerten Halbleiterverstärkers. Deshalb kann ein Röhrenverstärker ohne Probleme bis weit an seine Grenzen ausgesteuert werden und benötigt weniger Leistungsreserven als ein Transistorverstärker.

Übersteuerung

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