Stereoverstärker
von Burkhard Kainka, Lernpaket Röhrenradios selbst bauen
Die E90CC eignet sich für kleinere Audioverstärker mit Kopfhörer- oder Lautsprecherbetrieb. Die Schaltung zeigt einen klassischen Triodenverstärker mit Ausgangsübertragern. Für erste Versuche können auch hier kleine Netztrafos mit 6 V verwendet werden, um die niedrige Impedanz üblicher Lautsprecher von ca. 8 Ohm anzupassen. Gut geeignet sich auch 100-V-Übertrager für ELA-Anlagen.

Ein Stereoverstärker mit der E90CC
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Die Gittervorspannung wird hier über den Spannungsabfall an einen Widerstand erzeugt. Da die beiden Kathoden intern verbunden sind, fließt der Strom beider Röhren über einen gemeinsamen Kathodenwiderstand. Mit einem Widerstand von 1 kOhm stellt sich eine Gittervorspannung von ca. -6 V und damit ein relativ geringer Anodenstrom von 3 mA pro System ein. Sie können mehr Anodenstrom und mehr Lautstärke erreichen, wenn Sie den Kathodenwiderstand bis auf ca. 330 Ohm verkleinern.
Der Verstärker eignet sich auch als Stereo-Kopfhörerverstärker, wobei die Ausgangsleistung mehr als ausreichend ist. Für erste Versuche können kleine 12-V-Netztrafos als Ausgangsübertrager verwendet werden. Dabei kann ein kleinerer Anodenstrom zu besseren Klangergebnissen führen, weil ein einfacher Netztrafo ohne Luftspalt arbeitet und bei größeren Strömen durch die magnetische Vorspannung an Induktivität verliert.
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