Gegentaktverstärker
von Burkhard Kainka, Lernpaket Röhrenradios selbst bauen
Ein Gegentaktverstärker liefert mehr Ausgangsleistung als ein Eintaktverstärker. Der Ausgangsübertrager benötigt eine Mittelanzapfung. Die magnetische Vorspannung im Kern hebt sich auf, wenn beide Anodenströme gleich sind. Deshalb liefert auch ein einfacher Netztrafo schon einen relativ guten Klang. Für einfache Versuche reicht bereits eine kleiner Trafo mit geteilter Primärspannungswicklung, z.B. mit 2 * 115V zu 2 * 6 V.

Ein Gegentaktverstärker
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Das Schaltbild zeigt einen sehr einfachen Gegentaktverstärker mit der E90CC. Die Phasenumkehr erfolgt in der Endstufe selbst durch die Signalkopplung über den gemeinsamen Kathodenwiderstand. Wenn die Gitterspannung des linken Systems ansteigt, erhöht sich der Anodenstrom und damit der Spannungsabfall am Kathodenwiderstand. Damit erhält das rechte System eine negativere Gitterspannung, sodass der Anodenstrom sinkt. Beide Trioden werden damit gegenphasig angesteuert. Im Ausgangsübertrager werden die Signale beider Röhren wieder zusammengeführt.
Der Verstärker eignet sich z.B. für den Anschluss an eine PC-Soundkarte. Mit einem guten Lautsprecher ereicht man genügend Lautstärker und einen angenehmen Klang. Versuche mit einem kleineren Kathodenwiderstand können mehr Ausgangsleistung bringen. Sie sollten jedoch mindestens 150 Ohm verwenden, um die Röhre nicht zu überlasten.
Siehe auch: Einfache Gegentaktverstärker mit EL504

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