Für den oben genannten Frequenzbereich muss nach der Thomsonschen Schwingkreisformel die verwendete Spule eine geringere Induktivität als die ursprünglich im Lernpaket Röhrentechnik vorhandene besitzen. Außerdem muss die Kapazität im Schwingkreis kleiner sein als diejenige des vorhandenen Drehkondensators.
Die letzte Bedingung lässt sich leicht durch die Reihenschaltung eines Trimmkondensators mit einer Kapazität von 4,5 - 70 pF in Reihe zum vorhandenen Drehkondensator erfüllen.
Nach einigen Rechnungen mit der Schwingkreisformel hatte ich schließlich einen brauchbaren Einfall. Zum Spulenbausatz T1.4 , der z. B. bei Conrad oder Modul-Bus erhältlich ist, gehört ein Kern mit einem ähnlichen Gewinde wie dasjenige des Kerns in der Spule des Lernpakets Röhrentechnik.
Ich entfernte also etwas von dem Silikon an dem Gewinde des zum Spulenbausatz gehörenden Kerns, um diesen leicht in den anderen Spulenkörper hineindrehen zu können, und setzte ihn an Stelle des ursprünglichen Exemplars ein.
Nach der Formel L= N²*Al besitzt die Spule mit dem Ersatzkern eine Induktivität von ca. 4,5 µH.
Stellt man die Schwingkreisformel um nach der Kapazität C, erhält man mit dem geänderten Induktivitätswert für eine Frequenz von 14 Mhz.
C = 1/( 4*3,14²*f²*L)= ca. 28,7 pF
Meine Überlegungen waren richtig, ich konnte mit einem gerade vorhandenen „PLL Alarm Clock Radio", dessen Empfangsfrequenz ich auf den 20m-Amateurfunkbereich einstellte, feststellen, dass der Röhrenoszillator im oben genannten Bereich zu empfangen ist.
Da sich die Empfangsfrequenz des gekauften Empfängers im Kurzwellenbereich in 5kHz-Schritten abstimmen lässt, konnte ich mit ihm die Skala am Drehkondensator meines selbstgebauten 20m-Empfängers eichen.
Ein Trimmkondensator von 4,5 - 70 pF dient zum groben Einstellen der Frequenz auf 14 Mhz, während zur Feineinstellung der Drehkondensator verwendet wird.
Nachdem ich mit dem auf der Platine des Lernpakets Röhrentechnik aufgebauten Röhren-Audion mit einstellbarer Rückkopplung bereits Amateurfunkstationen im 20m-Band hören konnte, wollte ich die Empfangseigenschaften durch die abgebildete Schaltung noch verbessern.
Verbindet man Punkt A mit dem Antenneneingang des Audions, kann man bei einem eingestellten Empfangssignal durch abwechselndes Drehen an den beiden Trimmkondensatoren dieses auf besten Empfang einstellen.
An beiden Exemplaren ist zu diesem Zweck an die Achse der Metallteil einer Lüsterklemme angeschraubt, deren freies Ende in einem Drehkopf aus Kunststoff steckt, wie ich es in einem Artikel auf einer Seite von Burkhard Kainka gesehen hatte. Die Anschlussleitungen der Trimmkondensatoren wurden in eine 8-polige Präzisionsfassung für ICs eingelötet und deren unnötige Kontakte abgezwickt.
Die Spulenanschlüsse versah ich ebenfalls mit Präzisionskontakten. Die Röhre erhielt, um im Betrieb Frequenzänderungen beim Berühren mit der Hand zu verringern, eine zylinderförmige Umhüllung aus einem Stück Blech einer Konservendose, das nach dem Aufsetzen über einen angelöteten Drahtanschluss mit Masse verbunden ist.
Der größte Teil der zusätzlichen Schaltung passt auf ein kleines Steckboard. Die Transistorstufe ist der Übersichtlichkeit wegen auf einem zweiten Exemplar aufgebaut. Verbindet man die Punkte A und B der oben abgebildeten zusätzlichen Schaltung miteinander und speist darauf das Oszillatorsignal des Röhrenaudions über dessen Koppelspule und einen Kondensator von z. B. 10 pF an Pin 6 des Mischerbausteins NE 612 ein, kann man das NF-Signal von Punkt D an den Eingang des NF-Verstärkers leiten.
Nach den oben erläuterten Schaltungsänderungen steht nun ein Direktmischerempfänger für 14,0-14,35 Mhz zur Verfügung.
Die mit einem Trimmpotenziometer einstellbare Rückkopplung des Röhrenoszillators erweist sich hier auch als vorteilhaft, da sich die Höhe der HF-Spannung für den Mischerbaustein NE612 „dosieren" lässt. Mit dem Drehkondensator des Lernpaket Röhrentechnik stellt man die Empfangsfrequenz ein.
Mit dem Trimmpotenziometer für die Rückkopplung sowie den beiden Trimmkondensatoren auf dem Steckboard lässt sich bei einem bestimmten Empfangssignal im 20m-Amateurfunkbereich dieses auf bestmöglichen Empfang abstimmen. Das Trimmpotenziometer vor dem NF-Verstärker LM386 dient zur Einstellung der Lautstärke für den angeschlossenen Lautsprecher oder Kopfhörer.
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