Amplitudenmodulation
Die Frequenz 13,56 MHz ist für experimentelle und wissenschaftliche Zwecke freigegeben und wird hier für einen kleinen AM-Sender verwendet. Die erforderliche Genauigkeit ist nur mit einem Quarz erreichbar.

Ein Kurzwellen-AM-Sender mit einer ECF80
Die Schaltung entspricht weitgehend einem traditionellen Rundfunksender. Der Quarzoszillator steuert die Sendeendstufe mit einer Pentode an. Im Anodenkreis liegt ein abgestimmter Schwingkreis. Hier kann eine Antenne angeschlossen werden. Durch Veränderung der Schirmgitterspannung wird die Ausgangsamplitude moduliert. Der NF-Eingang benötigt eine Modulationsspannung von einigen Volt.
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Schießen Sie eine etwa zwei Meter lange Drahtantenne an den HF-Ausgang. Suchen Sie das 13,56-MHz-Signal auf einem Kurzwellenradio. Stimmen Sie dann den Drehko auf maximale Signalstärke ab. Sobald ein NF-Signal an den Modulationseingang gelegt wird, ist es im Radio zu hören. Untersuchen Sie die Reichweite des Senders. Vermeiden Sie längere Aussendungen, da ein regelrechter Rundfunkbetrieb auch auf dieser Frequenz nicht gestattet ist.
Zusatzversuch:
Verwenden Sie die Schaltung zum Aufbau eines DRM-Senders. Speisen Sie dazu das Ausgangssignal die PC-Soundkarte ein und erzeugen Sie ein DRM-Basisbandsignal mit der Software DREAM im Sendemodus. Die Schaltung kann nun zum Testen beliebiger DRM-Empfänger verwendet werden.
AM-Mittelwellensender
Dieser Mittelwellensender verwendet einen freischwingenden Oszillator mit einer Ferritantenne aus einem alten Radio. Hier wurden zwei EF95 eingesetzt. Eine Röhre dient als freischwingender Oszillator, die andere als Modulationsverstärker.

Ein frei abstimmbarer Mittelwellensender
Der freischwingende Oszillator wird über das Schirmgitter moduliert. Der vorgeschaltete Modulationsverstärker arbeitet in Triodenschaltung, um trotz der geringen Anodenspannung eine genügend große verzerrungsarme Aussteuerung zu erreichen. Der Arbeitspunkt wird mit einem Trimmer auf geringste Verzerrungen eingestellt. Die Kennlinien beider Stufen sind wegen der Phasendrehung des Modulationsverstärkers gegensätzlich gekrümmt. Mit einer optimalen Einstellung heben sich die entstehenden Verzerrungen weitgehend auf, so dass man einen großen Aussteuerungsbereich bis zu einem Modulationsgrad von ca. 50% erhält. Am Eingang ist eine Stereobuche anschlossen, an die z.B. die PC-Soundkarte als Modulationsquelle gelegt werden kann. Beide Kanäle werden zu einem Monosignal addiert, weil man ja auf Mittelwelle leider nur einen Kanal überträgt.

Das amplitudenmodulierte HF-Signal
Die Schwingkreisspule ist hier auf einen Ferritstab gewickelt und kann zugleich auch als Antenne dienen, wenn man sie in die Nähe eines Radios mit Ferritantenne bringt. Alternativ kann auch eine Drahtantenne angeschlossen werden, was allerdings die Gefahr vergrößert, dass das eigene Wunschprogramm auch in der Nachbarschaft zu hören ist.

Aufbau des Mittelwellen-AM-Senders

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