Um später bei seinem Betrieb die Empfindlichkeit gegen Berühren mit der Hand zu verringern, ersetzte ich die Verlängerungsachse für den Drehkondensator durch ein Teil aus einem kurzen Stück Kunststoffachse.
Es musste durchbohrt werden und für das Aufsetzen auf den Drehkondensator wie das Muster aus Messing bearbeitet werden.
Zusätzlich erhielt das Teil aus Kunststoff aus Stabilitätsgründen einen kurzen Ring aus Messingrohr.
Am Drehkondensator befestigte ich mit den dazugehörenden Schrauben ein rechteckiges Stück aus weißem Karton mit einer kreisförmigen Skala.
Vor mehreren Monaten hatte ich bereits für Frequenzmessungen mit der Ping-Pong-Platine eine Schaltung mit einem Frequenzteiler auf einem kleinen Steckboard aufgebaut, die ich nun für Messungen im HF-Bereich verwenden wollte.
Das Listing für den ATMEGA8 in BASCOM AVR ist ähnlich wie dasjenige in einem Beitrag unter www.elo-web.de, in dem eine Frequenzmessung mit der Ping-Pong-Platine beschrieben wird, allerdings werden in der neuen Version in den oberen 5 LED-Reihen 4 Ziffern dargestellt. Dazu sind die Zeichen ähnlich wie in einem ELO-Beitrag von G. Spanner anders gestaltet worden.

Die Veränderung der Programmzeilen für den Mikrocontroller ist mit Hilfe eines der beiden Mustergenerator-Programme leicht zu bewerkstelligen, die unter www.elo-web.de heruntergeladen werden können.
An der genannten Stelle wird in Beiträgen auch die Bedienung der beiden Programme in Visual Basic 5 erläutert.
Das Aussehen der Ziffern habe ich mit dem Visual Basic Programm Mustergenerator2a, einer leicht veränderten neuen Version des Programms in Visual Basic 5, gestaltet.
Wird die Steckbrücke Jmp1 eingesteckt, wird auf dem Display zusätzlich zu den 4 Ziffern oben in den unteren 5 Reihen das Kurzzeichen der Frequenz Hz dargestellt, während ohne die Steckbrücke der Pin Portd.2 des Mikrocontrollers über 10 k mit Vcc verbunden ist. Dies hat zur Folge, dass unter den 4 Ziffern das Kurzzeichen kHz angezeigt wird. Folgender Auszug aus dem Listing verdeutlicht dies:
...
'Anzeige des Kurzzeichens Hz, kHz
'in den unteren 5 Reihen
'Werte werden zu denjenigen von
'Splt1_1, Spl2_1, Spl3_1 sowie Spll4..Splt12 addiert
Darst_einheit:
If Pind.2 = 0 Then
Gosub Hz_zi1
Else
Gosub Khz_zi1
End If
'Darstellung de Spalten 6..12
Leds(6) = Splt6
Leds(7) = Splt7 + 992
Leds(8) = Splt8 + 128
Leds(9) = Splt9 + 992
Leds(10) = Splt10 + 832
Leds(11) = Splt11 + 704
Leds(12) = Splt12 + 576
Return
'Einheit Hz
Hz_zi1:
Leds(1) = 0 + Splt1_1
Leds(2) = 0 + Splt2_1
Leds(3) = 0 + Splt3_1
Leds(4) = 0 + Splt4
Leds(5) = 0 + Splt5
Return
'Einheit kHz
Khz_zi1:
Leds(1) = 992 + Splt1_1
Leds(2) = 128 + Splt2_1
Leds(3) = 320 + Splt3_1
Leds(4) = 512 + Splt4
Leds(5) = 0 + Splt5
Return
...
Der Frequenzmesser wird vor dem Gebrauch geeicht. Dazu dient eines der Potenziometer des Ping-Pong-Bausatzes, an dessen Schleifkontakt über den Eingang ADC7 die Spannung gemessen wird. Einer der beiden anderen Anschlüsse ist dabei mit Vcc verbunden, während der andere an Masse liegt.
Für den AD-Wandler ist festgelegt:
...
' ADC Kanal7, 8Bit, Vorteiler 4 'PORTC als AD-Eingang
Admux = &B00100111 'Kanal 7 wird ausgewählt
Adcsra = &B11100010
...
Das bei der Wandlung sich ergebende Byte wird folgendermaßen zur Eichung verwendet:
...
Tim0_isr:
Timer0 = 6
Incr Timer_2
'war 125 'war 125
If Timer_2 < Adc7wert Then
Goto Timer0_end
End If
'war 125
If Timer_2 = Adc7wert Then
Timer_2 = 0
Incr Sekunde
End If
Timer0_end:
Return
...
Im Bild ist gerade ein Quarzoszillator mit 4 Mhz angeschlossen.
Mit dem Potenziometer an ADC7 lässt sich die Anzeige recht gut einstellen.
Nachdem dies geschehen ist, können Frequenzmessungen an anderen Objekten durchgeführt werden, wie z. B. mit einem Quarz auf der Platine des Lernpakets DRM-Erweiterung für das Retro-Radio.
Nach einigen Berechnungen mit der Thomsonschen Schwingkreisformel und mehreren Experimenten mit verschiedenen Kondensatoren und Messungen mit dem oben vorgestellten Frequenzmesser ermittelte ich folgende Schaltung für den Schwingkreis des Kathoden-Dreipunktoszillators mit der Röhre 6J1, mit dem eine Einstellung seiner Frequenz im Bereich des 80m-Amateurfunkbandes von 3,5 bis 3,8 MHz möglich ist:
Die am Drehkondensator angebrachte Skala konnte ich nun beschriften.
Auf der Platine eines vorhandenen zweiten Lernpakets Röhrentechnik baute ich mit den darin vorhandenen Bauteilen und wenigen zusätzlichen folgende Schaltung auf:
Die Röhre dient als Hochfrequenzverstärker, deren Gittervorspannung durch den Kathodenwiderstand aus R2 und P1 gewonnen wird. Die Reihenschaltung der beiden ist mit C2 überbrückt. Die Verstärkung der 6J1 kann mit P1 den Empfangsbedingungen angepasst werden.
Da auf beiden Platinen jeweils eine 8-polige IC-Fassung zur Verfügung steht, wird auf derjenigen mit dem Hochfrequenzverstärker das Ausgangssignal der 6J1 und das Oszillatorsignal des Kathoden-Dreipunktoszillators von der anderen Platine einem Mischer NE612 zugeführt, an dessen Pin 5 das NF-Signal entnommen wird. Dieses gelangt über einen Kondensator an ein Trimmpotenziometer vor einem Verstärkerbaustein LM386 auf der Platine mit dem Oszillator. Am Ausgang des NF-Verstärkers ist ein Lautsprecher bzw. ein Kopfhörer angeschlossen.
Mit der oben beschriebenen Direktmischer-Schaltung lassen sich CW- und SSB-Signale im 80m-Amateurfunkband, allerdings mit den Nachteilen des unerwünschten Seitenbandes, recht gut empfangen.
Bei der Abstimmung des Empfängers wird mit dem Drehkondensator der Kathoden-Dreipunktoszillator-Schaltung zunächst die Empfangsfrequenz gewählt.
Darauf stellt man den Drehkondensator auf der anderen Platine so ein, dass sich der beste Empfang ergibt. Am Kondensator des Oszillators wird nun das empfangene CW- bzw. SSB-Signal so eingestellt, dass es verständlich ist. Mit dem Potenziometer vor dem Eingang des NF-Verstärkers lässt sich die Lautstärke für einen angeschlossenen Lautsprecher bzw. Kopfhörer anpassen.
Download der Software zur Frequenzmessung mit der Ping-Pong-Platine
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