Radioprojekte - Retroradio - Vorstellung
Vorstellung: Retroradio Deluxe - UKW-Röhrenradio
Das dritte Radio der Retro Reihe ist nun angekommen. Mittelwelle, Kurzwelle und nun das Retro UKW Radio von Franzis. Lange musste es nicht lange in der Verpackung bleiben.
von Georg Knaus
Also ging es gleich ans Werk. Als erstes (ein Muss) die Anleitung sehr genau und gründlich Studieren. Das hat den Vorteil, dass Änderungen, die ich beschreibe, auch passen beim Einbau der Bauteile gemacht werden können. Die Anleitung ist sehr gut, sodass eine oder ein 14 Jährige(r) Bastler nicht unbedingt den Schaltplan 100%ig verstehen muss.
Zuerst ging es an das Einsetzen und Befestigen aller Teile wie Schalter, Drehkos, und Lautsprecher.
Der Stoff für den Lautsprecher ist großzügig bemessen, sodass ich den Rest mit einem Cuttermesser abgeschnitten habe.
Für das Einlöten der Bauteile habe ich eine sogenannte „Helfende Hand", ein kleiner Ständer in dem ich die kleine Platine sicher einspannen kann. Das Einsetzen der Bauteile beginnt bei mir mit den Widerständen, dann die Kondensatoren, danach die Elko´s und Transistoren und IC.
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Die Wicklung der beiden Spulen ist nach Anleitung bestens gelungen. Nach Einbau aller Bauteile auf der Platine erfolgt das Verdrahten. Dazu immer von Punkt zu Punkt abmessen und es bleibt sogar noch ein kleiner Rest übrig. Die Abstimmung ist sehr genau und sehr verständlich beschrieben. Die Sender werden bei dem Empfänger durch die AFC (Automatic Frequency Control) exakt auf die Frequenz eingerastet.
Am Anzeigeinstrument in der Mittelstellung wird der Sender genau ermittelt. Der Schalter „Halten" behält den Sender indem der Abstimmregler abgeschaltet wird.
Der TDA 7088 ist ein Superhet, der allerdings gegenüber den meisten Empfängern die mit einer ZF von 10,7 MHz arbeiten, hier etwa um 70 kHz wesentlich tiefer liegt. Dadurch kommen die ZF Filter ohne abgeglichene Spulen aus. Der FM Demodulator ist einfacher und auch sehr sicher gegen Verzerrungen.
Auf der Platine sind alle SMD und der Empfänger TDA7088 vorbereitet aufgelötet. Sehr schön ist, dass durch Veränderung des R1 die Breite des abstimmbaren Frequenzbereiches veränderbar ist. Ein kleinerer Widerstand vergrößert den Abstimmbereich.
R2 bestimmt den Einfluss auf die AFC in der Art, dass mit einem größerem R weniger genau eingestellt werden muss und umgekehrt. Umgekehrt wirkt sich die Feinstellung auch auf schmale Stationen in dicht belegten Bereichen aus, also sehr Interessant. Wird der R9 verkleinert, nimmt bei abgeschalteter Röhre die Lautstärke zu. Der Schalter „Klang" schaltet die Röhre mit Heizung und Anodenspannung an oder aus, sodass sich der volle Röhrenklang einstellt. Die NF Stufe ist ein integrierter Gegentaktverstärker mit dem LM 386.
Eine kleine Dipol Antenne aus den 60er Jahren habe ich mit gutem Erfolg getestet.
Als nächstes versuche ich eine Ferritantenne im Gehäuse innen anzubringen. Eventuell außen wegen der Optik.
Alles in allem lässt sich nach eigenem Geschmack noch einiger an dem schönen Bausatz verändern.
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