Man kann mit ihm Radiosender im UKW-, Mittelwellen- und Kurzwellenbereich sowie laut den Angaben auf der Abstimmskala im Langwellenbereich von ca. 150 bis 280kHz empfangen. Mit der Thomsonschen Schwingkreisformel f= 1/(2**(L*C)) lässt sich bei einer Umstellung derselben zur Bestimmung der Induktivität L diese für eine gegebene Kapazität C und eine gegebene Frequenz f berechnen.
Da ich die berechnete Induktivität (150 kHz, 530 pF  2,1 mH) nicht zur Verfügung hatte, berechnete ich erneut die Resonanzfrequenz , diesmal aber für eine Gesamtinduktivität von 2,5mH aus einer Reihenschaltung einer gerade vorhandenen Festinduktivität von 1mH und einer anderen von 1,5mH und dem dazu parallel geschalteten Drehkondensator.
Das Rechenergebnis: für die Frequenz lautet bei einer Kapazität von 530 pF: f = 138kHz bzw. bei einer Kapazität von 265 pF: f = 195kHz), also liegt die Resonanzfrequenz des Schwingkreises bei Linksanschlag des Drehkondensators jeweils im Langwellenbereich.
Die Rechenwerte stimmten recht gut mit den praktischen Werten überein, wie ich mit dem oben abgebildeten Dipmeter im Abstimmbereich von 100-250 kHz und einem Multimeter mit vorgeschaltetem HF-Tastkopf herausfand. Im Bild ist der oben erwähnte Schwingkreis bereits an eine Schaltung mit einem TA7642 auf einem kleinen Steckboard angeschlossen.
Dies ist die komplette Radioschaltung für den Langwellenbereich. Das abgebildete Potenziometer aus dem Retroradio-Bausatz wird zur Einstellung der Lautstärke verwendet. Die beiden Pakete des Drehkondensators sind gerade parallel geschaltet.
Nun konnte ich mit der oben abgebildeten Schaltung im Langwellenbereich einige Rundfunksender, wie z. B. Deutschlandfunk, France Inter und RTL, empfangen.
Warum sollte es nicht auch gelingen, mit einem Audion auf der Platine des Lernpakets Röhrentechnik Sender im Langwellenbereich zu empfangen? Wenn man - genügend Löterfahrung vorausgesetzt - die Platine wie im Bild oben zuvor mit Präzisionskontakten ergänzt hat, ist dies ganz einfach, da man die Induktivitäten durch Einstecken ihrer Anschlüsse in die Präzisionskontakte mit der Eingangsseite der Röhre verbinden kann.
Nach diesem Plan werden die beiden Induktivitäten an Stelle der Spule aus dem oben erwähnten Lernpaket an die EF95 auf der Platine angeschlossen. Sind die beiden Pakete des Drehkondensators parallel geschaltet(ca. 530 pF als größte Kapazität), ist die unterste Empfangsfrequenz niedriger als diejenige bei einem Paket allein (ca. 265 pF als größer Kapazität).
Nachdem die oben beschriebenen Experimente zum Radioempfang im Langwellenbereich erfolgreich verlaufen waren, wollte ich mit dem abgebildeten Audion auch im Mittelwellenbereich von ca.500kHz bis 1600 kHz Radiosender empfangen können. Nach einigen weiteren Berechnungen mit der oben erwähnten Formel und einigen Versuchen mit vorhandenen Induktivitäten verwendete ich schließlich je eine Induktivität von 220 müH und 47 müH, die u. a. auch in den oben erwähnten Bausätzen enthalten sind.
Diese wurden zu diesem Zweck in Reihe geschaltet.
Rechenergebnisse: für die Resonanzfrequenz bei einer Gesamtinduktivität von 267 H und 530 pF f=423 kHz bzw. bei 265 pF f= 598kHz.
Auf dem Bild ist zu erkennen, wie die beiden Induktivitäten in die vorhandenen Präzisionskontakte eingesteckt werden können. Die oben erwähnte Parallelschaltung der Plattenpakete des Drehkondensators geschieht einfach durch Einstecken der abisolierten Enden eines Stücks Draht in die betreffenden Präzisionskontakte auf der Platine.
Nach diesem Plan werden die beiden Induktivitäten für den Empfang im Mittelwellenbereich angeschlossen. Ist nur ein Plattenpaket des Drehkondensators eingeschaltet, empfängt das Audion Rundfunksender etwa im Bereich von 550 kHz bis 1350 kHz, während bei parallel geschalteten Plattenpaketen sich ein Empfangsbereich von etwa 450 kHz bis 1190 kHz ergibt.
Davon konnte ich mich bei einer Abstimmung des vorhandenen Kofferradios im Mittelwellenbereich überzeugen. Wenn das Trimmpotenziometer zur Einstellung der Rückkopplung für die EF95 weit genug „aufgedreht" wird, hat man einen Prüf-Oszillator zur Verfügung, dessen Signal im Empfänger bei entsprechender Einstellung der Empfangsfrequenz des daneben stehenden Radioempfängers zu hören ist.
Die erzeugte HF-Spannung ist wegen der verhältnismäßig kleinen Anodenspannung der Röhre von maximal etwa 15 V allerdings sehr klein.
Im Bild ist ist gerade ein Frequenzzähler zu sehen mit Anzeige auf einer Ping-Pong-Platine, der in einem anderen ELO-Beitrag beschrieben wurde. Mit ihm konnte ich die Fequenz des Oszillators mit der Röhre EF95 messen. Im Bild beträgt diese gerade 664 kHz.
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