Radio selbstgebaut
Von Burkhard Kainka
Literatur: Lernpaket Einstieg in die Elektronik

Ein Radio bauen so wie früher! Der Retro-Radio kommt als handlicher Bausatz mit nostalgischem Outfit. Und auch die Empfangserlebnisse erinnern etwas an frühere Zeiten. Viele haben schon lange nicht mehr am Abend Mittelwelle gehört. Ganz Europa kommt da zu Wort!

Wenn man den Bausatz in Händen hält ist vielleicht erst mal nicht klar, wie das Gehäuse geöffnet werden soll. Es wurde mal überlegt, ob dazu ein spezieller Hinweis in Handbuch gehört hätte. Das hätte aber nichts genützt, denn wer das Handbuch in Händen hält hat das Gehäuse schon aufbekommen. Der Trick ist ganz einfach: Die Unterseite verfügt über einen Magnetverschluss. Man muss sie nur abheben und kann dann das Gehäuse öffnen. Dieser Verschluss ist ideal für einen Bausatz! Egal wie oft man das Radio öffnet wund wieder schließt, es geht immer!

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Zum Vorschein kommen alle Bauteile für das Radio. Alles macht einen sehr soliden Eindruck. Man findet unter anderem einen Drehko mit Verlängerungsachse, solide Drehknöpfe und ein Drehspulmesswerk.

Und nun wird erst einmal der Lötkolben angeheizt. Der Anwender muss die Platine selbst bestücken und die Verdrahtung ausführen. Zwei jugendliche Testlöter haben gezeigt: Es ist zu schaffen, auch wenn man nicht so viel Erfahrung mit dem Lötkolben hat. Das fertige Radio habe ich mal voller Stolz jemand gezeigt, der sonst nichts mit Elektronik am Hut hat. Die Reaktion: „ So einfach und übersichtlich ist ein Radio?"
Eine Mail von Thomas G.:
Liebe ELO-Mitarbeiter!
Über einen elektronischen Newsletter von Conrad hab ich von dem Nostalgieradio erfahren und mir gedacht, dass so etwas vielleicht für einen gemütlichen Herbstabend mit den Kindern das Richtige wäre (Kastanientiere-Basteln freut sie nicht mehr sonderlich ;-)).
Also hab ich mir 2 solcher Bausätze besorgt (weil 2 Kinder) und mit ihnen am Abend gelötet. Alleine die Beschreibung hat Spaß gemacht, weil sie Hintergrundwissen vermittelt und lehrreich ist. Wie angenehm hebt sich das gegenüber Beschreibungen von Geräten chinesischer Herkunft ab. Begeistert war ich auch, weil die Geräte mit Gehäuse geliefert werden. Etwas das die meisten der Selbstbauprojekte aus meiner Jugend nie geschafft haben. ;-)
Ein Gerät hat auf Anhieb funktioniert. Beim Zweiten hat mein Sohn bei der Bestückung leider IC und Transistor vertauscht. Klar, Papa hat Mitschuld, weil schließlich hab ichs ja auch übersehen. Da ich mir aber nicht sicher war, wie empfindlich diese Halbleiter sind, hab ich meinen Sohn auf nächsten Abend vertröstet und bin tags darauf nochmals bei Conrad vorbei gefahren. So ein Standardtransistor sollte ja kein Problem sein, aber ich war einfach baff, dass auch der IC vorrätig war. Jetzt läuft auch das zweite Radio.
Freudig erstaunt war ich auch, als ich in diesem Zusammenhang die ELO-Seiten im Internet gefunden habe. Während meiner Schulzeit (ich bin Jahrgang 64) hat mich ELO begleitet und umso mehr freut es mich, dass es hier eine kleine "Wiederauferstehung" gibt. Herzliche Gratulation. Ich wünsche euch viel Erfolg und uns Anwender, viele Projekte die nicht zu abgehoben sind und dennoch Spaß machen.
20.11.08: Retro-Radio im Computer-Club 2
In der Folge 25 des legendären Computer-Club 2 auf NRW-TV hat Wolfgang Rudolph das Retro-Radio vorgestellt. Es sei das ideale Geschank für junge Leute. Auch der Support auf der ELO-Seite wurde gelobt. Die Sendung kann man sich im Internet ansehen: www.cczwei.de



Das Retro-Radio auf der Hannover-Messe 2009
Der VDE hat mit der Aktion TectoYou auf der Hannover-Messe 2009 ein Bastel-Event mit dem Retro-Radio durchgeführt. Sehr erfreulich, wenn auf diese Weise ein Beitrag zur Nachwuchs-Förderung geleistet wird. Vielleicht gibt es später mal ein paar Ingenieure, die hier ihren ersten Schritt in die Elektronik gewagt haben.

Dank für das Foto an Wolfgang Lipps vom AATiS, der sich ebenfalls intensiv im den Nachwuchs kümmert.
Der Baustaz ist hier erhältlich:
www.conrad.de
Handbuch im PDF-Format
Handbuch auf Niederländisch
Handbuch auf Slowakisch
Erweiterter Text von Joachim DH5JBR mit mehr Erklärungen für die Jugendarbeit: Retro-DH5JBR.txt

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