Das nostalgische Radio zum Selberbauen
von Jürgen Horn
http://elektronik-basteltagebuch.juergen-horn.de/

Nun habe ich das Retro-Radio von Conrad erhalten. Das Radio hat die Maße: 190x130x45 mm. Ich war sehr gespannt ob alles funktioniert. Voller Spannung habe ich das Päckchen geöffnet und siehe da, die Verpackung ist gleichzeitig das Radio-Gehäuse. In dem Gehäuse sind alle benötigten Teile übersichtlich in einem Plastikeinsatz untergebracht.

Schnell mal die Anleitung überflogen, es klingt alles ganz einfach. Es schienen keine Probleme auf mich zu warten. Also - ab in Arbeitszimmer, den Lötkolben angeheizt, die Teile in der benötigten Reihenfolge auf den Tisch und daneben die Anleitung.

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Damit alles schön ordentlich wird, habe ich die Widerstände auf der Biegelehre für Bauteile ausgerichtet. (Die Biegelehre für Bauteile gibt es bei den bekannten Elektronikhändlern). Dann habe ich der Reihe nach zunächst die Platine mit den Widerständen und dann mit den Halbleitern bestückt.

Das Anlöten des Drehkondensators war mit etwas Fummelei verbunden funktionierte dennoch verhältnismäßig zügig. Ich hatte nämlich entgegen der Anweisung in der Anleitung den Drehko schon ins Gehäuse eingebaut.

Dann der erste Test: Das Gerät gab den ersten Lärm von sich, aber keine Sender. Das Problem konnte ja nicht groß sein, Geräusche waren da und auch das Messgerät reagierte auf die Drehung am Drehko. Also noch einmal die Anleitung lesen: Aha da steht es auf Seite 12. Ferritstab gedreht, die Spule ein wenig auf dem Ferritstab hin und her geschoben, und plötzlich hörte ich einen holländischen Sender.

Nach nicht ganz zwei Stunden war das Radio fertig. Den Rest des Abends verbrachte ich damit „auf Wellen zu reiten". Es ist fast unglaublich was dieses kleine Ding für eine Lautstärke erzielt und wie viel Sender es empfängt. Über den Spaß nach Sendern zu suchen habe ich es bisher versäumt die Skala zu eichen. Im Vergleich zu meinem kleinen ICF-SW10 liegen die Sender ca. 200 KHz auseinander. Wie die Skala geeicht wird, ist allerdings ebenfalls in der Anleitung sehr gut beschrieben.
Nun hat das nostalgische Radio seinen Platz in unserer Musikecke im Wohnzimmer gefunden. Ich halte diesen Bausatz für sehr gelungen und ich denke, dass dies ein Einsteigerprojekt für Elektronik-Anfänger ist. Zumal auch der Preis sehr attraktiv ist. Für dieses Geld bekommt man sonst gerade mal ein Gehäuse. Die Anleitung ist sehr genau - man muss sie nur aufmerksam lesen. Eigentlich kann nichts schief gehen, falls man ein bisschen mit dem Lötkolben umgehen kann. Wenn nicht - na dann war es eine kostengünstige Übung. ;-). Ich bin gespannt, ob es zu diesem nostalgischen Radio Erweiterungen geben wird. Platz ist im Gehäuse genug vorhanden.
Literatur: Lernpaket Hochleistungs-LEDs

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