DRM-Empfang mit dem Retro-Radio
von B. Kainka
Fritz Pischel fragte: "Ist dieses Radio, so wie das Gerät "70 Jahre Radiomann" fähig, DRM- Sender zu empfangen?"
Eigentlich dachte ich, das geht überhaupt nicht. Aber einen Test war es wert. Und siehe da, es geht doch!
Das Empfangssignal kann man direkt am Poti abgreifen und in das Audiokabel zur PC-Soundkarte einspeisen. Dann startet man das Dekoderprogramm DREAM.
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Und nun kommt der eigentliche Trick: Der Empfänger braucht einen zusätzlichen Überlagerungsoszillator, damit das Empfangssignal auf ca. 10 kHz herunter gemischt wird. Dazu verwende ich den Mischeroszillator eines zweiten Radios. Ein kleines Mittelwellenradio mit Drehkoabstimmung wird direkt auf das Retro-Radio gelegt. Der Oszillator koppelt dann ausreichend stark auf den Ferritstab. Er schwingt immer um die Zwischenfrequenz von ca. 460 kHz über der angezeigten Empfangsfrequenz. 1123 kHz + 460 kHz = 1583 kHz, also 10 kHz unter der DRM-Frequenz 1593 kHz des Senders Langenberg. Durch leichtes Verschieben kann noch die Stärke des Signals so eingestellt werden, dass das Ausgangssignal optimiert wird.

Mit etwas Glück funktioniert die Dekodierung. Ich höre WDR2 Kassik in Stereo! Allerdings ist das ganze sehr kniffelig, vor allem weil der Oszillator des Zweitradios nicht sonderlich stabil ist. Nimmt man aber einen passenden Quarzoszillator oder einen DDS-Generator, dann wird der Empfang viel einfacher.
Literatur: Elektronik ohne Ballast

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