Retro Radio:
Das Öko-Retro
Von denen bei Franzis angebotenen Radio-Bausätzen gefällt mir das MW- Retro-Radio ganz besonders gut! Dies hängt mit dem einfachen reduzierten Aufbau und ganz besonders mit dem schönen Zeigerinstrument zusammen. Das visuelle Abstimmerlebnis kommt einfach gut! Auch die simple Spannungsversorgung mit nur einer 1,5 Volt-Batterie finde ich genial.
von Ulrich Stempel
Nun war die Idee das Ganze auch noch etwas nachhaltiger zu gestalten.
Man weiß ja nie - da liegt das Teil einige Zeit rum und dann - wenn man gerade Lust hat dieses wundervolle Radio zu nutzen - ist die Batterie leer.
Und 100 Stunden Betriebszeit mit einer Batterie ist ja auch nicht gerade viel, bei 8 Stunden Radiohören am Tag....oder wer weiß was 2012 los ist?...Stromausfall und es wäre gut Bescheid zu wissen was abgeht und Radio zu hören...keine passende Batterie....oh Schreck!
Nun, wie auch immer, die wenigen zusätzlichen Teile um die Nachhaltigkeit zu verbessern wurden an einem Samstag in das Radio eingebaut.
Mit einem Lithium-Akku, ein paar Elektronikteilen und einem kleinen Solarmodul war das Radio am Sonntag energetisch regenerativ ausgestattet.
Zur Schaltung:
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Um die Spannung für das IC stabil zu halten wurde eine grüne LED in einem Spannungsteiler verwendet und diese so montiert, dass mein geliebtes Zeigerinstrument - wenn es dunkel wird- ganz schön grünlich schimmert.
Die Skizze und die Fotos zeigen den Aufbau.
Komponenten:
Alter Lithium-Akku z.B. vom Handy
Diode 1N4148
Grüne LED
Widerstand 680 Ohm bis 1k
Elko 1µF
Kleinleistungs-Transistor 2N 3904, BC
Kleines Solarmodul
Handy-Akku-Test:.
Mit Handy-Ladegerät oder kleinem Solarmodul laden und dann ein paar Tage liegen lassen. Mit Verbraucher wie z.B. mit einer oder mehreren weißen LEDs und einem Multimeter testen ob der Akku auch unter „Last" funktioniert.
Vorteile von „ausgedienten" Handy-Akkus sind:
Kosten nix und können noch weiter verwendet werden, denn selbst wenn diese nicht mehr für das Mobiltelefon taugen, so funktionieren die Akkus noch lange mit einem Niedrigstromverbraucher wie z.B. mit dem Retro-Radio.
Eine entsprechende Lade-Entlade-Elektronik ist bereits im Akku vorhanden. Diese sorgt dafür, dass der Akku nicht überladen und nicht Tief-Entladen werden kann.
Die Selbstentladung ist sehr gering, der Akku ist leicht und leistungsfähig.
Komponenten um z.B. mit einer Solarstromversorgung - wie im vorliegenden Artikel beschrieben - zu experimentieren und auch noch weitere spannende Experimente und Infos gibt es im Lernpaket: "50 Experimente mit Solarenergie"

Den kompletten Schaltplan können Sie Hier runterladen.
Die passende Ergänzung zu diesem Artikel:
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