Kurzwellenradio Aufbau
von Burkhard Kainka

Bauteile auf der Platine
Bestücken Sie die Platine mit den elektronischen Bauteilen entsprechend dem Bestückungsplan. Beginnen Sie mit den Widerständen R1, 1 kΩ (braun, schwarz, rot), R2, 10 kΩ (braun, schwarz, orange), R3, 4,7 kΩ (gelb, violett, rot) und R4, 470 kΩ (gelb, violett, gelb). Alle Widerstände werden stehend montiert. Biegen Sie die Anschlussdrähte passend um und stecken Sie sie in die entsprechenden Löcher der Platine. Löten Sie beide Drähte auf der Unterseite an. Schneiden Sie dann die überstehenden Drähte mit einer scharfen Zange etwa 2 mm über der Platine ab. Achtung, schneiden Sie die Drähte nicht zu nah an der Platine ab, denn dabei können mechanische Belastungen entstehen, die die Kupferbahnen ablösen.

Widerstände einbauen
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Wenn alle Widerstände eingelötet sind, setzen Sie die keramischen Kondensatoren ein: C1, 10 pF (10), C2, 100 pF (101), C3, 10 nF (103), C4, 100 nF (104) und C7, 100 nF (104). Wo ein größerer Lochabstand auf der Platine vorhanden ist (C3...C7) biegen Sie die Drähte vorher vorsichtig in die korrekte Position. Vermeiden Sie eine starke mechanische Belastung der Keramikscheibe.

IC1, T1 und Kondensatoren einsetzen
Bestücken Sie die drei Elkos mit 100 µF (C5, C6, C8). Hier muss die Einbaurichtung beachtet werden. Auf der Platine ist der Pluspol markiert. Dieser liegt am längeren Anschlussdraht. Der Minuspol ist zusätzlich durch einen weißen Balken auf der Plastikisolierung markiert.

Elkos einsetzen
Bauen Sie die Transistoren BC557C (T1, T2) ein. Beachten sie jeweils die flache Gehäuseseite, die Einbaurichtung wird durch die Beschriftung der Platine angezeigt.

Transitoren einbauen
Bestücken Sie als letztes die Spule und den integrierten Verstärker LM386. Das IC trägt eine Kerbe, die auch auf der Beschriftung der Platine zu sehen ist. Pin 1 ist zusätzlich durch einen Punkt markiert und muss nahe C7 liegen. Die Spule kann nur in einer Richtung eingebaut werden, da eine Seite drei Anschlüsse hat und die andere Seite nur zwei Anschlüsse.

Spule und IC einlöten
Löten Sie als nächstes den Drehkondensator an die Platine. Er hat mehr Anschlüsse als benötigt werden. Auf der Abdeckung steht die Beschriftung C1, C2, C3, C4. Die Segmente C1 und C2 haben jeweils 265 pF. Nur C2 wird tatsächlich verwendet. Die mittleren Anschlüsse sind leitend mit der Achse verbunden und bilden den Gegenanschluss für alle Teile des Drehkos. Zusätzlich gibt es Trimmkondensatoren, die oberhalb von C1 und C2 einzelne Anschlussfahnen haben. Der Drehko bildet zugleich den mechanischen Halter für die Platine. Die langen Anschlüsse müssen auf eine Länge von ca. 6 mm gekürzt werden. Löten Sie jeweils den mittleren Anschluss und die vier äußeren Anschlüsse auf die passenden Kontaktflächen. Die Platine soll mit der Oberkante des Drehkos abschließen.


Platine, Drehko und LED verbinden
Löten Sie die LED von unten in die Lötpunkte A (Anode) und K (Kathode) ein. Der kürzere Anschluss der LED ist die Kathode. Zusätzlich ist die Kathodenseite durch eine Abflachung am LED-Gehäuse gekennzeichnet. Biegen Sie die Anschlussdrähte vor dem Einbau in die passende Position. Beachten Sie, dass die LED etwas unterhalb der Drehkoachse, also außerhalb der Platinenmitte in der Frontplatte sitzt. Der Kathodenanschluss wird um 6 mm abgewinkelt, der Anodenanschluss um 12 mm. Die LED muss mit einem Abstand von ca. 15 mm von der Platine eingelötet werden. Setzen Sie den Drehko und die LED vor dem Löten probeweise ein um den korrekten Sitz der Platine sicherzustellen. Im eingebauten Zustand wird die Platine auf einer Seite vom Drehko gehalten und auf der anderen Seite von der LED.

Einbauposition der Platine
Löten Sie als nächstes die passenden Kabelstücke ein. Die Längen sind im Verdrahtungsplan zu sehen. Sie können die verzinnten Drahtenden wahlweise durch die Löcher stecken und wie die übrigen Bauteile anlöten oder sie auf der Unterseite flach auf die Lötflächen anlöten. An den Anschluss Bat- muss der schwarze Draht des Batteriefachs angeschlossen werden. Der rote Anschluss führt zum Schalter des Lautstärkereglers.

Der Verdrahtungsplan
Bauen Sie den Drehko und die LED mit der Platine in die Frontplatte ein. Verwenden Sie die Unterlegscheiben an den 2,5-mm-Befestigungsschrauben, die nicht zu tief in den Drehko ragen dürfen, wo sie die Platten berühren könnten. Verbinden Sie die Platine entsprechend dem Aufbauplan mit den Antennenbuchsen, Lautsprecher, Rückkopplungsregler, Lautstärkeregler und Batterie.

Die komplette Verdrahtung
Nun ist das Radio vollständig aufgebaut und kann getestet werden. Zeichnen Sie den Aufbau mit Ihrem Namen und dem Datum im Schaltplan auf der letzten Seite des Anleitungshefts ab. Diese Seite sollten Sie dann kopieren oder abtrennen und in das Radiogehäuse einkleben. Auf diese Weise können Sie auch noch nach Jahren alles nachvollziehen und eventuelle Reparaturen ausführen. So ist es auch bei alten Röhrenradios. Auch nach vielen Jahren ist noch eine Reparatur möglich, weil der Schaltplan stets im Radio zu finden ist.
Bereiten Sie den Erdanschluss und die Drahtantenne vor. Von Ihrer Drahtlitze sollte noch ca. ein Meter übrig sein. Teilen Sie den Abschnitt ein zwei Hälften und schrauben Sie die 4-mm-Stecker an. Das Erdkabel (roter Stecker) soll am Ende auf einer Länge von einigen Zentimetern abisoliert werden. Damit können Sie eine leitende Verbindung zu einem Erdanschluss herstellen. Verwenden Sie z.B. ein Wasserrohr oder die Heizung als Erdleiter. Falls Sie keinen passenden Erdanschluss haben kann das Erdkabel auch frei bleiben. Es wirkt dann zusammen mit dem Antennendraht als Dipolantenne.


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