Kurzwellenradio:
Fehlersuche und Umbautipps
Wenn Ihr Radio nicht funktinieren sollte können einige Messungen helfen den Fehler aufzuspüren. Alle Spannungen wurden hier hochohmig gegen Masse gemessen. Die Spannungen sind nur grobe Richtwerte, weil sie stark von Bauteiletoleranzen abhängen.
von Burkhard Kainka
So ein Radio selbst aufbauen macht viel Spaß.
Aber wenn mal etwas nicht gleich funktioniert geht es an die Suche.
Bei diesem Franzis-Kurzwellenradio habe ich die vorhandenen Verbesserungsvorschläge berücksichtigt.
Insbesondere wurde T1 gegen einen anderen BC557C ausgetauscht und C2 wurde nicht bestückt, dafür aber die Verbindung zur zweiten Hälfte des Drehkos hergestellt. Damit wurde die obere Frequenzgrenze verschoben.
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Bei ersten Test verhielt sich das Radio merkwürdig. Irgendetwas stimmte nicht mit dem Drehko. Nach längerem Suchen stellte ich fest, dass der Mittelanschluss schlecht angelötet war. Also habe ich gründlich nachgelötet. Zu gründlich! Der Drehko wurde dabei zu heiß und erlitt einen Schaden. Vermutlich gab es interne Kontaktschwierigkeiten. Bei der Abstimmung änderte sich zugleich die Dämpfung völlig irregulär. Also musste der Drehko ausgetauscht werden. Diesmal wollte ich es besser machen und habe die Anschlussfahnen etwas länger gelassen, so dass etwa 3 mm Abstand zwischen Platine und Drehko blieben. Diese Maßnahme schützt den Drehko beim Löten und bringt noch keine Schwierigkeiten bei der Montage.
Weitere Änderungen:
Ein Elko 10 µF wurde zwischen Masse- und Mittelanschluss des Rückkopplungspotis eingebaut, um Kratzgeräushe zu verhindern.
Außerdem wurden die Antennenanschlüsse korrigiert und entsprechend dem Schaltplan den Buchsen A1 bis A3 zugeordnet (Kabel A3 und A1 gekreuzt).
Die letzte Änderung betrifft die Batterie. Satt eines 9-V-Blocks verwende ich eine ausgediente Li-Batterie aus einem Handy, der ich einen Clip-Anschluss aus einer alten Blockbatterie verpasst habe. Die Spannung von ca. 3,6 V reicht für den Audioverstärker voll aus, und auch das Audion selbst braucht nicht mehr als ca. 2 V.
Allerdings ist die Stabilisierungsschaltung mit R2 und der LED auf eine höhere Spannung ausgelegt. Deshalb habe ich noch einmal 1,5 kOhm zu R2 parallel geschaltet. Dazu reicht es den Widerstand zwischen das Poti und den Betriebsschalter zu legen. Die folgenden Messwerte wurde jedoch noch vor dem Umbau mit der originalen Betriebsspannung 9 V aufgenommen.
Wenn Ihr Radio nicht funktionieren sollte können einige Messungen helfen den Fehler aufzuspüren.
Alle Spannungen wurden hier hochohmig gegen Masse gemessen.
Der Rückkopplungsregler war gerade an den Schwingungseinsatz eingestellt, der Drehko stand bei 6 MHz. Die Spannungen sind nur grobe Richtwerte, weil sie stark von Bauteiletoleranzen abhängen.
Aber grobe Fehler wie vertauschte Widerstände oder verdreht eingebaute Bauteile lassen sich so aufspüren. Mir ist z.B. ein Fehler beim Anschluss des Lautstärkepotis unterlaufen, ich hatte Mitelanschluss und Masse vertauscht. Die Lautstärke ist dann permanet Null und die Spannung am Kollektor von T2 ist von dann der Potistelling abhängig. Im Normalfall dagegen sollten Sie am Mittelanschluss des Lautstärkepotis eine einstellbare Spannung zwischen Null und ca. 1,1 V messen können.
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