Kurzwellenempfänger:
Elektor-SDR
Ein richtig brauchbarer Empfänger sollte natürlich frei abstimmbar sein. In Elektor 5/2007 wurde unter dem Titel „Software Defined Radio mit USB-Schnittstelle" mein Empfänger für den gesamten Bereich 30 kHz bis 30 MHz vorgestellt, der über eine USB-Schnittstelle verfügt und ohne ein eigenes Netzteil auskommt.
von Burkhard Kainka
Ein Software Defined Radio (SDR) braucht nur wenig Hardware, dafür aber eine ausgefeilte Software.
Dieses SDR-Projekt sollte zeigen, was mit wenig Aufwand machbar ist. Das Ziel ist ein universeller Empfänger, der für DRM und AM-Rundfunk optimiert ist, aber auch den Empfang auf den Amateurfunkbändern ermöglicht. In ELEKTOR wurde eine einfache Platine vorgestellt, die auch Einsteigern den Weg in den aktiven Kurzwellenempfang ermöglicht. Bei ELEKTOR gibt es die Leerplatine zum Empfänger sowie fertig aufgebaute und getestete Platinen. Interessenten können übrigens den kompletten Beitrag zum Empfänger auf der Elektor-Homepage als PDF-Dokument laden.
Der Elektor-SDR
Das Ziel dieses Projekts war ein Empfänger mittlerer Empfindlichkeit, dafür aber höchster Linearität und Phasenreinheit.
Im Mittelpunkt der Entwicklung standen Eigenschaften, die für einen optimalen DRM-Empfänger wichtig sind.
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Tatsächlich erreicht der Empfänger hervorragende Störabstände (SNR). Beim Empfang von DRM-Stationen mit DREAM wurden SNR-Werte bis über 35 dB gemessen.
Der Empfänger arbeitet nach dem Prinzip des IQ-Mischers oder Quadraturmischers ganz ohne ZF-Filter oder andere spezielle HF-Bauteile. Deshalb sieht man der Platine auf den ersten Blick gar nicht an, dass es sich hier um einen Radioempfänger handelt. Ein zweifacher Mischer besteht hier aus insgesamt vier Analogschaltern in einem CMOS-Baustein HC4066. Sie werden mit zwei phasenverschobenen Oszillatorsignalen angesteuert, die durch einen Teiler 74HC74 aufbereitet werden. Liefert der programmierbare Taktoszillator z.B. gerade 24 MHz, werden die Mischer mit 6 MHz angesteuert. Der Empfänger verarbeitet dann einen Bereich von ca. +/- 24 kHz um die Mittelfrequenz 6 MHz herum.

Schaltbild des Empfängers
Wichtig ist die genaue Phasenverschiebung von 90 Grad zwischen den beiden Oszillatorsignalen.
Abweichungen führen zu einer geringeren Unterdrückung von Spiegelfrequenzen.
Da der Teiler 74AC74 als Synchronteiler geschaltet ist, ist hier kein Phasenfehler zu erwarten.
Tatsächlich zeigt der Empfänger bis etwa 15 MHz eine konstante Spiegelunterdrückung von etwa 40 dB.
Ab etwa 20 MHz nimmt dieser Wert etwas ab, was jedoch wegen der geringeren Frequenzbelegung in diesem Bereich erträglich bleibt.
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