Radioprojekte - Das Franzis FM Radio
Fehlersuche beim UKW-Radio
Wenn Sie das Radio aufgebaut haben, es funktioniert aber nicht richtig, dann können Sie den Fehler mit einem Digitalvoltmeter einkreisen. Hier die wichtigsten Messpunkte.
von Burkhard Kainka
Der häufigste Fehler ist eine kalte Lötstelle.
Hier eine Schnittzeichnung.
Der eingelötete Draht ist zwar vom Lötzinn umhüllt, aber die Kupferfläche der Platine wurde nicht berührt.
Das Gemeine daran ist, dass es trotzdem eine Verbindung geben kann, weil der Draht die Kante der Kupferfläche berührt. Aber die Verbindung ist nicht zuverlässig.
Da hilft dann heißes Nachlöten.
Fehlerbeschreibung: Leider haben wir ein Problem mit dem Radio. Zuerst leif es mit mäßiger Lautstärke untadelig. Nach dem wiederholten Einschalten allerdings sind alle Sender nur noch sehr, sehr leise zu hören. Wo kann der Fehler liegen?
Tipp: Es kann eigentlich nur am NF-Verstärker liegen. Es könnte z.B. der Kollektor von T1 ohne Verbindung sein. Versuchen Sie mal, die Transistoranschlüsse nachzulöten.
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Erfolg: Ich habe sicherheitshalber alle Anschlüsse mal nachgelötet. Sie hatten Recht, es muss wohl eine "kalte" Lötstelle gewesen sein. Das Gerät ist dennoch recht leise, ich werde deshalb zusammen mit meinem Sohn noch eine Buchse für Ohrhörer einbauen. das dürfte dann im Ohr etwas lauter werden.
Mit dem Poti wird die Oszillatorfrequenz passend eingestellt. Am Oszilloskop sieht man, wie die richtige Demodulator-Frequenz 38 kHz bei Anwesenheit eines Stereo-Signals eingefangen wird. Der Fangbereich ist sehr breit, sodass man sogar ohne das Poti auskommen könnte. In Mittelstellung passt es, insgesamt werden also 150 kOhm benötigt. Das Oszillogramm zeigt auch, dass der Decoder noch übersteuert wird. Da muss noch was geändert werden.
Das Ergebnis kann sich schon hören lassen: Aus dem Kopfhörer ertönt eine klares Stereo-Signal. Es ist zwar recht leise, aber die Funktion der Schaltung ist gegeben.

FM Abstimmhilfe
UKW-Sender übertragen Sprache und Musik durch Frequenzmodulation. Der Demodulator braucht eine Kennlinie, die Frequenzänderungen möglichst linear in Spannungsänderungen umsetzt. Am NF-Ausgang des TDA7088 findet man genau dieses Verhalten. Die mittlere Spannung beträgt ca. 1,2 V bis 1,5 V und kann beim Verstimmen eines Senders um bis zu 0,5 V nach unten oder nach oben abweichen. Bei genauer Abstimmung soll die Sendefrequenz genau in die Mitte der Demodulatorkennlinie gebracht werden.
Ein Zeigerinstrument als Abstimmhilfe sollte die richtige Frequenzeinstellung genau in der Mitte anzeigen. Die Abweichung von der Mitte zeigt dann, um wieviel der Sender verstimmt ist. Dafür gibt es spezielle Messwerke, deren Nullstellung in der Skalenmitte liegt.
Wenn man das Messwerk aus dem Franzis-Retroradio verwenden will, kann die folgende Anpassung mit einem Transistor verwendet werden. Der Widerstand von 1,5 k legt den Strombereich fest.
Der Transistor kann ohne eigene Platine direkt an das Poti des Radios angelötet werden.
Alles wurde hier in das Gehäuse des Mittelwellenradios eingebaut, weil die Montage des Messgeräts damit sehr einfach ist. Zusätzlich wurde eine Beleuchtung in Form einer UV-LED aus dem Conrad-Adventskalender 09 eingebaut.
Der Zeiger des Messwerks fluoresziert dann hellrot. Damit die LED betrieben werden kann, braucht man etwas mehr Spannung. 3,6 V aus drei NiMh-Akkus passt gut. Ich verwende derzeit einen Lithium-Akku. Mit dem größeren Gehäuse und dem verwendeten Lautsprecher hat das Radio einen verbesserten Klang und mehr Lautstärke.
Bei korrekter Abstimmung sollte der Zeiger auf der Fünf stehen.
Man sieht mit dem Instrument sehr schön die Wirkung der AFC und den Fangbereich.
Der optische Charakter des Radios ändert sich durch das beleuchtete Instrument.
Irgendwie macht das Radiohören mit diesem Gerät vor allem am Abend jetzt noch mehr Spaß.
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