Einführung in SoDiRa
von Burkhard Kainka
Das Programm SoDiRa ist ein universeller Decoder für Software Defined Radios. Das Programm von Bernd Reiser kann unter www.dsp4swls.de/sodira/sodira.html kostenlos geladen werden.

Auswahl der Soundkarte
Zur Initalisierung muss im Config-Menü die verwendete Soundkarte und der Eingang Line-In ausgewählt werden. Wählen Sie außerdem im Receiver-Menü den Empfängertyp „common IQ" aus. Zwar handelt es sich bei den hier verwendeten einfachen Direktmischern nicht tatsächlich um I/Q-Empfänger, aber diese Einstellung vereinfacht den Umgang mit der Software.

Auswahl des Empfängertyps
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SoDiRa zeigt im Hauptfenster immer das Spektrum der aktuell anliegenden Signale. Damit hat man zugleich einen Test, ob die Soundkarte richtig angeschlossen ist. Das Signal eines DRM-Senders erscheint zweimal, unterhalb und oberhalb der Bildmitte. Wenn der Oszillator oberhalb des Senders liegt ist die untere Frequenzlage im Display korrekt. Mit einem Mausklick stimmt man den Software-Empfänger auf diese Frequenz ab. In anderen Fällen kann eine Station oberhalb der Quarzfrequenz empfangen werden. Dann muss das DRM-Spektrum rechts der Mitte ausgewählt werden.

Ein DRM-Signal oberhalb der Oszillatorfrequenz
Wenn die Betriebsart DRM gewählt wird kann das Signal dekodiert werden. Aus den PC-Lautsprechern hört man ein Stereo-Signal in UKW-ähnlicher Qualität. Das Spektrum hilft bei der optimalen Einstellung des Empfängers. Drehkoeinstellung, Rückkopplung und die Antennenkopplung können experimentell optimiert werden um einen möglichst guten Störabstand zwischen dem Nutzsignal und dem Untergrundrauschen oder Störsignalen zu bekommen. Zusätzliche Informationen liefert ein Klick auf die Schaltfläche „dialog". Man sieht die Stationskennung, die aktuellen Einstellungen des Senders und den Störabstand (SNR). Nun kann man versuchen einen möglichst guten Störabstand zu erreichen. Falls der Störabstand zu stark absinkt bricht das Signal ab. Es hilft daher nach möglichst guten Einstellungen zu suchen. Dabei kommt es nicht so sehr auf hohe Signalpegel an sondern in erster Linie auf gute Linearität. Ein zu großer Eingangspegel übersteuert den Empfänger und verursacht zusätzliche Verzerrungen.
Verwenden Sie den Quarz mit 6102 kHz um RTL bei 6095 kHz oder BR bei 6085 kHz zu empfangen. Das Signal des Bayrischen Rundfunks erscheint 17 kHz unterhalb der Mitte. Stellen Sie die Rückkopplung und die Frequenz so ein, dass sich das 10 kHz breite DRM-Spektrum möglichst gut aus dem Rauschen hebt.

Stationsanzeige
BBC_DW kann über den Tag verteilt auf verschiedenen Frequenzen empfangen werden. Verwenden Sie den 2-MHz-Quarz für den Empfang von 3995 kHz. Dabei nutzen sie die erste Oberwelle des Oszillators bei 4 MHz als Mischerfrequenz. Mit demselben Quarz kann zu bestimmten Zeiten TDPradio auf 6015 kHz gehört werden. Stellen Sie für jeden Sender die Rückkopplung so ein, dass ein guter Störabstand (SNR) erreicht wird. SoDiRa zeigt alle Werte im Dialog-Fenster. Bei zu geringem Störabstand wird zwar bereits der Stationsname angezeigt, es erscheint jedoch noch kein Audio-Signal.

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