Im Bild ist gerade ein 16-MHz-Quarzoszillator angeschlossen, dessen Frequenz mit 16 014 kHz angezeigt wird.
Beim Einsetzen zweier Steckbrücken wird der Anzeigewert per Programm verzehnfacht, um leicht ablesen zu können, wie dies auf dem Bild zu erkennen ist.
In diesem Bild ist gerade ein 65 MHz-Quarzoszillator zur Messung angeschlossen.
Nach dem Einschalten ist die Anzeige des Ping-Pong-Frequenzmessers zunächst mit einem Quarzoszillator, der z. B. eine Ausgangsfrequenz von 4 MHz besitzt, zu eichen, indem die Spannung am Eingang ADC7 des ATMEGA8 mit einem der Potenziometer des Bausatzes so verändert wird, bis auf dem LED-Display 4 000 kHz angezeigt wird.
Danach können unbekannte Frequenzen z. B. von HF-Oszillatoren gemessen werden.
Da die Spannung der Batterie des Ping-Pong-Bausatzes beim Betrieb nach und nach sinkt, ist die oben erwähnte Eichung gegebenenfalls bei länger dauernden Experimenten und Messungen gelegentlich zu überprüfen und zu wiederholen. Die oben beschriebene ungewohnte Art der Eichung mit der Spannung an ADC7 wurde bewusst so gewählt, damit der interne Oszillator des ATMEGA8 auf der Ping-Pong-Platine genutzt werden kann. Man benötigt für seine Programmierung kein besonderes Programmiergerät.
Es genügt die von Burkhard Kainka im ELO-Magazin [3] vorgestellte kleine Programmierschaltung einschließlich der Software, die an der gleichen Stelle heruntergeladen werden kann.
Dies hier sind dazu Auszüge aus dem Programmlisting in BASCOM AVR:
...
'Darstellung im Dezimalformat
Dez_darst:
Dat = Dat * M
'*neu im Vergleich zur ursprünglichen Version
'*5. Anzeigestelle in der zweiten
'*Zeile links neben kHz
Zehntausender = Dat / 10000
Zeichen = Zehntausender
Gosub Darstellung10k
Dat = Dat Mod 10000
...
Es gibt in der neuen Programmversion nun auch die Zehntausender-Stelle ( Anzeige der Ziffer in der zweiten Zeile links unten neben „kHz").
...
Darst_einheit:
Gosub Khz_zi1
'Darstellung de Spalten 6..12
Leds(6) = Splt6 + 256
Leds(7) = Splt7 + 640
Leds(8) = Splt8 + 960
Leds(9) = Splt9 + 256
Leds(10) = Splt10 + 960
Leds(11) = Splt11 + 832
Leds(12) = Splt12 + 704
Return
...
Mit diesen Zeilen wird das Kurzzeichen „kHz" der Frequenz zu der Ziffernanzeige oben hinzugefügt.
...
Khz_zi1:
Leds(1) = Splt10k_1 + Splt1_1
Leds(2) = Splt10k_2 + Splt2_1
Leds(3) = Splt10k_3 + Splt3_1
Leds(4) = 0 + Splt4
Leds(5) = 960 + Splt5
Return
...
Links unten auf dem Display soll bei Werten über 9 999 die 5. Ziffer erscheinen.
...
'1. Zeichen
Darstellung10k:
Gosub Zeichen10k_z
Splt10k_1 = Splt1
Splt10k_2 = Splt2
Splt10k_3 = Splt3
Return
Darstellung0:
Gosub Zeichen_z
Splt1_1 = Splt1
Splt2_1 = Splt2
Splt3_1 = Splt3
Return
'2. Zeichen
Darstellung1: '
Gosub Zeichen_z
Splt4 = Splt1
Splt5 = Splt2
Splt6 = Splt3
Return
...
Für jede der möglichen Ziffern 1 .. 9 waren die für die Darstellung erforderlichen Programmzeilen zu entwerfen.
Dies war mit dem Programm „Supermustergenerator"[4] , der unter www.elo-web.de heruntergeladen werden kann, schnell zu bewerkstelligen.
Der oben vorgestellte Ping-Pong-Frequenzmesser unter Verwendung eines Steckboards und einer Vorteilerschaltung auf einer Platine soll keinen käuflich zu erwerbenden Frequenzzähler ersetzen. Er besitzt zudem sicher auch nicht die gleichen Eigenschaften und Möglichkeiten zur Frequenzmessung wie ein solches Gerät.
Vielleicht regen aber die oben gemachten Ausführungen zu eigenen Experimenten mit dem Ping-Pong-Bausatz an.
Programmlisting zum Beitrag herunterladen.
Literatur, Bezugsquellen:
[1] Beitrag einen 80m-Direktmischer mit Röhren, in dem u. a. ein „Ping-Pong-Frequenzmesser" mit einer 4-stelligen Anzeige beschrieben wird.
[2] Ping-Pong-Bausatz von www.elo-web.de
[3] www.elo-web.de, Beiträge von Burkhard Kainka zur Programmierung des ATMEGA8 auf der Ping-Pong-Platine
[4] www.elo-web.de Beitrag „Supermustergenerator" von Hermann Nieder
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