Software für das Mega8-Entwicklungssystem
von Benedikt Sauter
Literatur: AVR RISC - Embedded Software selbst entwicklen
Die Installation der Software teilt sich in zwei Anwendungen auf. Zum einem dem Compiler GCC, der es ermöglicht aus C-Quelltextdateien Maschinencode für den Mikroprozessor zu erzeugen, und dem AVR Studio, welches eine integrierte Entwicklungsumgebung mit Editor, Flashprogramm und Softwareprojektverwaltung ist. Damit das AVR Studio die Compiler bei der Installation erfolgreich finden kann, wird dieser auch zuerst installiert.
Der GCC kann einfach über die Installationsroutine des Softwarepaketes WinAVR installiert werden. WinAVR beinhaltet alle wichtigen Tools wie den Linker, Assembler, die C-Bibliotheken und alles, was sonst für die Erzeugung des Maschinencodes notwendig ist. Einen Link für das neuste Installationspaket findet man auf der Homepage von WinAVR[2].
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Nachdem WinAVR installiert ist, kann das AVR Studio[3] heruntergeladen und installiert werden. Wichtig dabei ist, dass bei dem Schritt der Auswahl der Komponenten die USB-Treiber explizit ausgewählt werden. Diese werden für den mitgelieferten USB-Adapter benötigt.

Jetzt sind alle wichtigen Anwendungen und Treiber installiert. Steckt man den USB-Adapter an, erkennt Windows nun ein neues Gerät.

Wählt man die automatische Treibersuche aus, so findet Windows die passenden Treiber, welche mit der Installation vom AVR Studio entsprechend bereitstehen.



Weit ist man vom ersten Blink-Demo nicht mehr entfernt. Für das Starterkit gibt es ein Beispielprojekt[4]. Im Archiv befindet sich eine Datei starterkit_avr.aps. Öffnet man diese Datei mit dem AVR Studio, ist man direkt in dem ersten AVR Projekt und sieht den Quelltext der Hauptfunktion.

Zu sehen ist, dass der Pin 5 von Port C als Ausgang geschaltet wird. In einer Endlosschleife darunter wird der Ausgang abwechselnd auf Low und High geschaltet, was man, wenn das Programm in den Mikrocontroller übertragen worden ist, am Blinken der Leuchtdiode sieht.
Die Übertragung in den Mikrocontroller kann, nachdem das Projekt erfolgreich mit einem Druck auf die Taste F7 übersetzt worden ist, mit dem Programmier-Dialog geschehen. Als Programmiergerät muss AVRISP mkII gewählt werden (welches natürlich bereits angesteckt sein muss). Wurde die Verbindung zum USB-Adapter erfolgreich aufgenommen, erscheint der folgende Dialog.

Das wichtigste in diesem Dialog ist die Einstellung für den Typ des Mikroconrollers. Da sie aber in dem Demoprojekt eingestellt worden ist, sollte sie passen und daher ein ATMega8 als Typ gewählt sein.
Desweiteren ist die Einstellung für die Programmiergeschwindigkeit (siehe Oberfläche Board) wichtig. Dies ist eine beliebte Falle für Anfänger. Sie darf max ¼ so schnell wie der CPU Takt sein. Ein ATMega8 läuft vom Werk aus eingestellt mit einer internen Geschindigkeit von 1 MHz. Dies bedeutet, dass die ISP-Geschwindigkeit maximal 250 kHz betragen darf.
Sind diese Einstellungen vorgenommen, kann das erste Mal die Signatur des Mikrocontrollers mit dem Button Read Signature gelesen werden, vorrausgesetzt das letzte 10-polige Flachbandkabel wurde zwischen USB-Adapter und Entwicklerplatine gesteckt.
Die Signatur steht im Mikrocontroller und besagt, um was es sich für einen Typ handelt. Für einen ATMega8 sollte man als Ergebnis 0x1E 0x93 0x07 erhalten.

Nachdem die Verbindung steht, kann das Programm übertragen werden. Hierfür wählt man im Programmierdialog die entsprechende .hex Datei, welche vom Compiler erzeugt worden ist mit dem Button „Programm Flash" aus, und überträgt diese anschließend mit einem Klick auf „Program" im Punkt Flash.

Wurde das Programm erfolgreich übertragen, sollte man das Blinken der Leuchtdiode sehen.
In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß beim Einstieg in die spannende Welt der Mikrocontroller.
[2] WinAVR Homepage http://winavr.sourceforge.net/download.html
[3] AVR Studio www.atmel.com/avrstudio
[4] Beispielprojekt www.embedded-projects.net/starterkit_avr.zip

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