Zunächst wird Punkt T der Schaltung mit + 6V verbunden und das Trimmpotenziometer so eingestellt, dass die im Bild oberste rote LED gerade leuchtet.Verbindet man anschließend T mit Ra (10 k ), so sollte eine der Leuchtdioden etwa in der Mitte der Bargraphanzeige eingeschaltet sein.
Der Gesamtwiderstand des Trimmpotis von 10 k liegt in Reihe mit Ra(10 k) an + 6 V. Die Spannung zwischen T und Masse beträgt etwa die Hälfte davon, also etwa 3 V.
Nun ist die Prüfschaltung einsatzbereit.
Werden zwei Siliziumdioden 1N4148 in Flussrichtung zwischen Masse und Rb in Reihe geschaltet, so leuchtet beim Verbinden von T mit der Mitte der beiden Dioden die unterste gelbe LED auf.
Verbindet man T mit Rb, leuchtet die zweite gelbe LED.
Beim Anschluss einer roten Leuchtdiode mit geringem Stromverbrauch (LOW Current LED) zwischen Ra(10k) und Masse, leuchtet die dritte LED.
Zum Prüfen der weißen LED schließt man diese zwischen Masse und Punkt Rb (1k) an und verbindet dann Rb mit dem Anschluss T der Bargraphanzeige, Es leuchtet nun deren 5. LED auf.
Die Schleusenspannung ( die übliche Spannung an ihr bei Betrieb ) der weißen LED ist offensichtlich wesentlich größer als diejenige einer Siliziumdiode und auch diejenige der roten LED mit geringem Stromverbrauch.
Mit der Prüfschaltung kann nun ein unbekanntes Bauelement, wie z. B. Optokoppler, untersucht werden.
Wird die Leuchtdiode im Innern dieses Bauelements richtig zwischen Punkt Rc (Vorwiderstand 2x 150 Ohm) und Masse angeschlossen, leuchtet die zweite bzw. die dritte der LEDs der Bargraphanzeige, wenn man Punkt T mit Punkt Rc verbindet.
Werden die beiden Anschlüsse vertauscht, ist die oberste rote Leuchtdiode der Anzeige eingeschaltet.
Ist die LED des Optokopplers richtig angeschlossen, gilt es, herauszufinden, welches die Pins seines Fototransistors sind.
Wenn sein Emitter über 1 k an Masse liegt, sein Kollektor an +6V und Punkt T mit dem Emitter verbunden ist, leuchtet die oberste LED der Bargraphanzeige auf.
Ist dies nicht der Fall, sind die beiden Anschlüsse zu vertauschen.
Auch zum Prüfen einer Gabellichtschranke ist genügend Platz auf dem Steckboard des o. a. Lernpakets vorhanden.
Beim Prüfen eines NPN-Transistors ist zunächst sein Basisanschluss herauszufinden.
Nach dem vereinfachten Ersatzschaltbild führt von diesem aus je eine Diode zum Emitter und zum Kollektor.
Die unterste LED der Bargraphanzeige sollte bei richtigem Anschluss in beiden Fällen leuchten.
Wird die Basis des Transistors anschließend über 10 k an +6 V gelegt, sein Emitter über 1 k an Masse, während sein Kollektor an + 6 V liegt, leuchtet die oberste rote LED auf, wenn T der Prüfschaltung mit dem Emitter verbunden ist.
Unterbricht man den Basisstromkreis, leuchtet keine der 10 Leuchtdioden.
Dies funktioniert unter der Voraussetzung, dass beim zu untersuchenden NPN-Transistor Kollektor und Emitter richtig angeschlossen sind.
In ähnlicher Weise lassen sich PNP-Transistoren mit der oben beschriebenen Prüfschaltung untersuchen. Die Darstellungen im Schaltplan können dabei als Hilfe dienen.
Auch die beiden Elektrolytkondensatoren des Lernpakets können mit der Prüfschaltung untersucht werden.
Zunächst wird dazu der Bereich der Anzeige durch einen Widerstand von 10 k erweitert und dann das Trimmpotenziometer so eingestellt, dass die oberste der Leuchtdioden gerade eingeschaltet ist.
Wird nun der Elektrolytkondensator von 100 Mikrofarad bei angeschlossener Bargraphanzeige über 300 Ohm (Rc) an +6 V gelegt, sieht man einen sehr schnell von unten nach oben wandernden Leuchtpunkt.
Wird die Verbindung bei Rc unterbrochen, wird er Kondensator über einen Widerstand von 20 k ( 10k + 10k des Trimmpotenziometers) entladen, und der Leuchtpunkt wandert zunächst recht schnell, dann aber immer langsamer von oben nach unten und verschwindet schließlich, wenn der Kondensator entladen ist.
Beim Laden des Elkos über 1 k bzw. 10 k dauert der Ladevorgang wesentlich länger und ist daher besser zu beobachten als bei einem Wert von 300 Ohm.
Beim Prüfen des Elektrolytkondensators mit einer Kapazität von 10 Mikrofarad verlaufen die oben beschriebenen Vorgänge wesentlich schneller als bei demjenigen mit 100 Mikrofarad.
Den kompletten Schaltplan können Sie hier runterladen.
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