Mikrocontroller - Platinen - Arduino:
Die Arduino-Entwicklungsumgebung
Um mit Arduino arbeiten zu können kopieren Sie Arduino auf Ihren PC. Anschließend können wir zum ersten Mal die Arduino.exe ausführen.
Gehen Sie in das Verzeichnis, in dem Sie Arduino-xxxx abgespeichert haben. Starten Sie das Programm mit einem Doppelklick auf die Datei mit dem Namen Arduino.exe. Einfacher ist es für das spätere Aufrufen des Programms, wenn Sie sich eine Desktop-Verknüpfung erstellen.
von Ulli Sommer
Nach dem Ausführen des Programms erscheint für einige Sekunden der folgende Startbildschirm.

In der Arduino-IDE (engl.: integrated development environment), der integrierten Entwicklungsumgebung, finden Sie diverse Werkzeuge und Einstellmöglichkeiten, die den Umgang mit Arduino erleichtern.
Sehen wir uns ein wenig in der Arduino-Entwicklungsumgebung um.
Vom Menü aus kann man alle Funktionen von Arduino aufrufen.
Die einzelnen Möglichkeiten werden wir im Lauf der Zeit noch kennenlernen.
Unter dem obersten Menü befindet sich noch eine Toolbar, die bereits mit den am häufigsten benötigten Elementen bestückt ist.
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Kompilieren: Erstellt das File, das auf das Mikrocontrollerboard übertragen wird
Stopp: Kompilieren wird abgebrochen
Neu: Erstellt einen neuen Sketch (neues Arduino-File)
Öffnen: Sketch öffnen
Speichern: Speichert den Sketch
Programm übertragen: Programm wird auf das Mikrocontrollerboard übertragen
Terminal: Öffnet das integrierte ASCII-Terminal
Einstellungen in der Arduino-IDE
Vor Beginn müssen noch Einstellungen getätigt werden. Dazu gehören die Auswahl des verwendeten Arduino-(Freeduino-)Boards und die verwendete Schnittstelle.

Hier wählen wir das Arduino Diecimila aus. Verwenden wir ein anderes als das hier beschriebene Board, müssen wir das entsprechende auswählen.
Für den nächsten Schritt muss zwingend das Mikrocontrollerboard am PC angeschlossen und die Treiber müssen ordnungsgemäß installiert sein, bevor wir die IDE öffnen. Sonst erscheint der Comport (serielle Schnittstelle COM...) nicht in der Liste.
Wenn Sie mehrere Auswahlmöglichkeiten vorgeschlagen bekommen, vergewissern Sie sich im Gerätemanager, welcher Comport des Mikrocontrollerboards verwendet wird. Trennen Sie das Board notfalls und stecken es wieder an. Dann sehen Sie, welcher Comport aus dem Gerätemanager verschwunden ist und sich nach dem Anstecken wieder gemeldet hat.
Zum Schluss stellen wir noch die Baudrate im Terminal ein. Dazu klicken wir auf das Terminal Icon und wählen 9.600 Baud aus. Dies ist die Geschwindigkeit, die wir für die meisten Programme im Buch verwenden.
Der erste Funktionstest »ES_Blinkt«
Um nun unsere Hardware und die Arduino-Einstellungen einer Funktionsüberprüfung zu unterziehen, schreiben wir das erste Programm mit Arduino.
Das Programm ist extra sehr klein und einfach gehalten, um Fehler auszuschließen. Schließen Sie zuerst bis auf eines alle Editorfenster, die wir evtl. bereits beim Herumschnuppern in der Entwicklungsumgebung geöffnet haben. Jetzt klicken Sie im Menü File auf New und es erscheint ein neues Editorfenster.
In dieses tippen Sie nun das folgende Programm ein und speichern es in einem Ordner auf der Festplatte ab. Am besten, Sie verwenden den Ordner Meine Programme. Arduino legt bei der Angabe im Speichern-Dialog automatisch einen Ordner für das Programm an und speichert es dort ab.
Wenn Sie z. B. »ES_Blinkt« als Programmnamen angeben, erstellt die Arduino-IDE einen Ordner im ausgewählten Verzeichnis mit den Namen ES_Blinkt und legt das *.pde-File (Programmcode) dort ebenfalls mit den Namen ES_Blinkt.pde ab.
Beispiel: ES_Blink.pde
// Blink
// Verwendet die LED L auf der Arduino/ Freeduino Platine
int ledPin = 13; // LED ist am Digital-Pin 13 angeschlossen
// Die Setup-Routine konfiguriert den Digitalport
// Diese Routine wird nur einmal beim Programmstart ausgeführt!
void setup()
{
// Der Port wird als Ausgang konfiguriert
pinMode(ledPin, OUTPUT);
}
// Das Hauptprogramm ist eine Endlosschleife
void loop()
{
digitalWrite(ledPin, HIGH); // LED einschalten
delay(1000); // Eine Sekunde warten
digitalWrite(ledPin, LOW); // LED ausschalten
delay(1000); // Eine Sekunde warten
}
Nun können Sie das Programm zuvor auf Syntaxfehler überprüfen, indem Sie in der Toolbar auf das erste Symbol mit den der Pfeilspitze nach rechts klicken oder alternativ Strg+R eingeben.
Erhalten Sie keine Fehlermeldungen, können Sie das Programm mit dem Symbol in Form eines Pfeils nach rechts mit kleinen Punkten (::) oder alternativ über Hotkey Strg+U auf das Mikrocontrollerboard übertragen.
Kurz nach dem Download sollte die LED L auf den Mikrocontrollerboard zu blinken beginnen.
TIPP:
Sollte der Bootloader einen Fehler melden, kann ein Trennen und Wiederverbinden der Experimentierplatine mit dem PC Abhilfe schaffen.
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