Mit den bisher zugänglichen Ausgängen lassen sich bereits zahlreiche Aufgaben lösen. Für allgemeine Tests soll hier zunächst ein einfaches Basic-Programm vorgestellt werden. Über Schaltflächen lässt sich die Schnittstelle öffnen und schließen sowie der Zustand der Leitung TXD umschalten. Damit hat man allein an der Leitung TXD drei mögliche Zustände: Low (-6 V), Aus, (0 V) und High (+6 V). Im einfachsten Fall lassen sich alle drei Zustände mit zwei antiparallelen LEDs anzeigen.
Schaltflächen bildet man in HotPaw Basic mit form btn, den Koordinaten und der Größe auf dem Schirm und dem gewünschten Text. Jeder Druck auf eine Schaltfläche generiert dann eine Nachricht in Form eines Zeichens ab ASCII-14, die mit input$(1)gelesen werden kann. Nähere Hinweise zu Palm-Steuerelementen in HotPaw Basic findet man in der Dokumentation des Interpreters.
#output.bas
draw -1
form btn 20,20,40,12, "OPEN",1
form btn 80,20,40,12, "CLOSE",1
form btn 20,40,40,12, "TXD=1",1
form btn 80,40,40,12, "TXD=0",1
form btn 80,100,40,12, "Ende",1
while x < 18
x=asc(input$(1))
if x = 14 then gosub dtr1
if x = 15 then gosub dtr0
if x = 16 then gosub txd1
if x = 17 then gosub txd0
wend
end
sub dtr1
open "com1:",9600 as #5
return
sub dtr0
close #5
return
sub txd1
put #5,-3
return
sub txd0
put #5,-2
return
Schalten von Ausgängen

Steuerung über Schaltflächen
Auch eine einfache Schaltuhr ist leicht zu realisieren. Der Anwender gibt die gewünschte Dauer ein. Das Programm schaltet dann TXD entsprechend lange ein. Eine typische Anwendung für diesen Programm liegt in der Belichtungssteuerung im Fotolabor.
#schaltuhr.bas
open "com1:",9600 as #5
input t
put #5,-3
a=fn wait (t)
close #5
end
Zeitsteuerung über TXD

Eingabe der Schaltzeit
Wenn es darum geht, externe Lasten zu steuern, verwendet man oft Transistor-Schaltstufen in Emitterschaltung (vgl. [2]). Abb. 3.7 zeigt eine typische Schaltstufe für eine kleine Glühlampe an einer externe Spannungsquelle.

Eine Transistor-Schaltstufe
Für größere Lasten bietet sich die Steuerung über einen VMOS-Transistor an. Die Steuerspannung von 6 V reicht für die Ansteuerung eines typischen Power-FET. Dabei fließt kein Steuerstrom, sodass die Batterien des Palm nicht zusätzlich belastet werden.

Ansteuerung eines Power-FET
Größere Lasten werden oft mit Relais geschaltet. Für die Relaiskontakte spielt es keine Rolle, ob die Last mit Gleichstrom oder Wechselstrom betrieben wird. Außerdem werden auch größere Strome und Schaltspitzen verkraftet. Am Palm können bis zu drei Relais gesteuert werden, wobei mit den bisherigen Mitteln nur zwei Ausgänge gesteuert werden können. Mit zwei Relais lässt sich z.B. ein DC-Motor in beide Drehrichtungen steuern und anhalten. So lässt sich eine kleine Motorsteuerung für beliebige Bewegungsmodelle aufbauen. Der Motor ist stromlos, solange die Schnittstelle geschlossen ist oder beide Ausgänge den selben Schaltpegel annehmen. Für die vollständige Steuerung beider Drehrichtungen muss auch RTS frei angesteuert werden können. Die Steuerung der RTS-Leitung mit HotPaw Basic wird weiter unten behandelt.

Eine Motorsteuerung mit Relais
Litertur: MSR mit USB und Java