Juni 2009: Schnittstellen
Wenn ich ein neues Rechnersystem wie einen Mikrocontroller, einen PC oder ein Handheld-Gerät in die Finger bekomme interessiert mich immer zuerst, welche Schnittstellen das Gerät hat. Das war schon beim Sharp-Taschenrechner so, später dann beim ZX81, bei meinem ersten PC und so weiter bei allen folgenden Systemen. Richtig nützlich wird so ein Gerät erst, wenn das Tor zur Außenwelt geöffnet ist.
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Langezeit war die RS232 die wichtigste Schnittstelle. Eigentlich war sie ja nur zum Anschluss an ein Modem entwickelt worden, aber man kann alles anschließen, vom Messgerät über Relaiskarten bis zu Mikrocontroller-Systemen. Inzwischen ist die serielle Schnittstelle an vielen PCs verschwunden und durch den USB ersetzt. Und trotzdem lebt sie weiter! Wenn ich z.B. meinen USB-Drucker genauer unter die Lupe nehme entdecke ich eine virtuelle COM8 in meinem PC, über die Einstellungen an das Gerät übertragen werden. Und viele andere Geräte verwenden ebenfalls eine virtuelle serielle Schnittstelle mit USB-Anschluss.

So ist es auch beim Lernpaket MSR mit dem PC. Auf der Experimentierplatine befindet sich ein USB-Chip FT232R der Firma FTDI, der eine virtuelle serielle Schnittstelle bildet. Die Schnittstellenleitungen heißen genau so wie die an der alten RS232: TXD, RXD, DTR usw. Und auch die Programmierung erfolgt nach altem Muster über die RSCOM.DLL. In Visual Basic schreibt man einfach DTR 1, und schon ist die Leitung umgeschaltet. USB wird damit ganz einfach!
Ein Blick hinter die Kulissen kann aber nicht schaden. Deshalb soll in diesem Monat genauer beleuchtet werden, wie eigentlich die RSCOM.DLL aufgebaut ist. Diese DLL und die gleichnamige Delphi-Unit benutze ich schon lange. Sie wurde laufend gepflegt und erweitert. Zuletzt kam die Fähigkeit hinzu, auch COM-Schnittstellen jenseits von COM9 anzusprechen. Jetzt klappt es sogar bis COM255.
Nutzen Sie die Schnittstellen!
Ihr Burkhard Kainka

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