RC-Filter berechnen
von B. Kainka

Im Elektronik-Labor gibt es immer wieder Situationen, in denen man zum Taschenrechner greift. Ein typisches Beispiel ist die Berechnung eines RC-Tiefpassfilters. Jedes Mal denkt man nach, wie war noch mal die Formel? Ach ja:
f = 1 / (2 * pi * R * C)
Und dann kommt das Problem der Einheiten. Die Formel gilt ja für die Frequenz in Hertz, den Widerstand in Ohm und die Kapazität in Farad. Aber auf dem Tisch liegen Kondensatoren in pF, nF oder µF. Da muss man aufpassen, dass man sich nicht um mehrere Größenordnungen verrechnet. Eine Lösung wäre es, immer mit kHz, Ohm und nF zu rechnen:
f/kHz = 1 000 000 / ( 2 * pi * R/Ohm * C/nF)
Und wenn dazu noch ein kleines Programm immer griffbereit auf dem Desktop liegt, kann gar nichts mehr schief gehen. Das ist also eine typische Aufgabe für ein eigenes kleines VB-Programm.

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Die Eingabe erfolgt über die beiden Textfenster Text1 und Text2. Einen Schaltfläche „Rechnen" startet die Berechnung. Das Ergebnis erscheint im Textfeld Text3. Für die Ausgabe könnte man auch ein Label nehmen, wie es für die übrigen Beschriftungen auf dem Formular verwendet wurde.
Ein Doppelklick auf die Schaltfläche öffnet den Editor. Und hier gibt man den gewünschten Basic-Text ein. In diesem Fall sind es nicht mehr als fünf Zeilen. Das Ergebnis wird hier auf drei Nachkommastellen gerundet. Damit kann man den ganzen Bereich von 1 Hz bis zu vielen MHz in kHz darstellen.
Private Sub Command1_Click()
R = Val(Text1.Text)
C = Val(Text2.Text)
f = 1000000 / (2 * 3.1415 * R * C)
f = Int(f * 1000) / 1000
Text3.Text = "f = " + Str(f) + " kHz"
End Sub
Download: Das Projekt RC_Filter und RC_Filter.exe
Literatur: Handbuch passiver elektronischer Bauelemente
Eine Lösung für den HP-50g von Karl-Ludwig Butte
Als "altgedienter" ELO-Leser der Print-Ausgaben von 1975 bis 1984 habe ich mich besonders gefreut, als ich vor kurzem den neuen ELO-Auftritt im Internet fand. Beim Stöbern stieß ich auf viele interessante Artikel, u.a. auch Ihren Beitrag "RC-Filter berechnen". Obwohl ich ein sehr großer Fan von Visual Basic bin, möchte ich den von Ihnen angeführten Nachteilen von Taschenrechnern widersprechen. Programmierbare Taschenrechner können sich die Formel "merken" und einige können auch mit Maßeinheiten "umgehen".
Ich erlaube mir daher, Ihnen in der Anlage die Dokumentation meiner Version des RC-Filter-Berechnungsprogramms für den HP-50g beizulegen, welches nicht nur alle drei Parameter (Frequenz, Widerstand, Kapazität) aus den jeweils 2 anderen Parametern berechnet, sondern auch das Handling der Maßeinheiten vollständig übernimmt. Das Programm läuft im UPN-Modus (Umgekehrt polnische Notation) auf den HP-Taschenrechnern der Serien 48, 49 und 50.

Download: Die komplette Programmbeschreibung
Download: Der Programmtext

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