Elektronik - Grundlagen. Tipps und Tricks rund um Platinen
Lötkolben im Überblick
Es gibt Lötkolben von ganz klein bis ganz groß, je nachdem, ob Sie große oder kleine Bauteile löten wollen - denn die richtige Löttemperatur entscheidet darüber, ob Sie erfolgreich löten können. Eine grobe Faustformel besagt: Je kleiner ein Lötkolben ist, umso weniger Leistung nimmt er auf und entsprechend geringer ist die Löttemperatur. Sie sollten deshalb beim Kauf auf die Wärmeleistung des Lötkolbens achten..
von Dieter Schulz
1. Feinlötkolben für elektronische Bauteile
Feinlötkolben für elektronische Bauteile erkennenSie an der kompakten Bauweise und ihrem geringen Gewicht. Die Leistungsaufnahme bewegt sich meist zwischen 8W und 25W.
Einen Feinlötkolbenbrauchen Sie, wenn Sie es in der Elektronik oder Elektrotechnik mit kleinen Lötstellen und empfindlichen Bauelementen zu tun haben.
2. Universallötkolben - fast immer die richtige Wahl
Fast jeder Bastler hat einen zu Hause - und das nicht ohne Grund: Mit ihrer Leistungsaufnahme von rund 20 W bis 40 W eignen sich Universallötkolben für viele Aufgaben in Hobby und Handwerk.
Sie kommen außerdem mit etwas Geschick und Übung für Lötarbeiten infrage, für die man eigentlich einen Feinlötkolben braucht. Dazu gehören einfache und mittelschwere Elektronikbausätze.
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Für Elektronikbasteleien oder kleine Reparaturen sind Sie deshalb mit dem Universallötkolben bestens bedient. Er ist nicht zu klein und nicht zu groß - und er ist für Einsteiger zu empfehlen, die zunächst Erfahrungen mit dem Löten sammeln möchten.
3. Standardlötkolben für dicke Drähte
Standardlötkolben nehmen rund 50 W bis 150 W auf und sind deshalb für den Hobbyelektroniker und Bastler bereits zu leistungsstark. Man erkennt sie an der abgewinkelten Lötspitze.
Die große Hitze würde die empfindlichen Bauteile zerstören. Diese ist allerdings erforderlich, wenn Sie dicke Drähte löten möchten, was bei Reparaturen der Fall sein kann. Wie groß der Hitzebedarf ist und damit die benötigte Leistung des Lötkolbens, hängt vom Drahtdurchmesser ab.
Mit einem 50-W-Lötkolben bringen Sie Kupferleitungen mit 2,5 Quadratmillimeter (mm²) Querschnitt auf Arbeitstemperatur. Wollen Sie dagegen Kabel mit bis zu 6 mm² Querschnitt löten, brauchen Sie einen leistungsstärkeren 150-W-Lötkolben.
4. 12-Volt-Lötkolben im Auto
Diese Niederspannungslötkolben eignen sich für Bastelarbeiten und Reparaturen im oder am Fahrzeug - zum Beispiel, wenn die eingebaute HiFi-Anlage streikt.
Die benötigte Betriebsspannung von 12 V steht am Zigarettenanzünder bereit. 12-V-Lötkolben nehmen eine Leistung von rund 30 W auf, besitzen wie die übrigen Lötkolben eine auswechselbare Lötspitze und sind mit dem Universallötkolben vergleichbar.
5. Batterielötkolben machen mobil
Batterielötkolben machen mobil und arbeiten mit drei bis vier Mignonbatterien. Sie erreichen je nach Modell Leistungen von rund 6 W und bis zu 40 W.
Diese Lötkolben eignen sich für Arbeiten im Elektronikbereich oder dort, wo für einen 230-V-Lötkolben keine Steckdose in Reichweite ist. Nach rund 180 Lötungen muss man die Batterien auswechseln.
Mit Batterielötkolben sind zwei Löttemperaturen einstellbar, die höher als bei üblichen Handlötkolben sind. Die Geräte erreichen sehr schnell, nach rund 15 Sekunden, die Betriebstemperatur von 450 Grad oder 510 Grad und kühlen nach der Lötung schnell ab.
Bereits nach rund 90 Sekunden kann man die Lötspitze berühren und abnehmen, ohne sich zu verbrennen. Sie ist wie bei anderen Lötkolben austauschbar.
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