Für die eigentliche Funktion einer Glühlampe ist es nicht erforderlich, dass der Nullleiter an ihr Gewinde angeschlossen ist, wie hier dargestellt wird, aber auf diese Weise steht das Glühlampengewinde auch bei eingeschalteter Leuchte nicht unter Spannung.

Elektrisch leitende Lampenteile (aus Metall) müssen mit dem Schutzleiter des Hausnetzes verbunden werden.
Eine Ausnahme bilden nur Vollkunststofflampen, die keine elektrisch leitende Metallteile haben und daher keinen Schutzleiter benötigen (und vom Hersteller für diesen Anschluss auch nicht vorgesehen sind).
Deckenleuchter aufhängen
Für das eigentliche mechanische Aufhängen der Deckenleuchten gibt es den bekannten Lüsterhaken in der Decke. Bei vorschriftsgemäßen Deckenanschlüssen „hängen" aus der Decke drei bis vier Anschlussdrähte (Leiter) heraus.

Einer dieser Leiter ist grün/gelb gestreift und wird als Schutzleiter mit dem Metallkörper der Lampe direkt verbunden.
Abhängig davon, ob der Leuchtenhersteller den Schutzleiter seiner Leuchte bereits an eine Lüsterklemme herausgeführt hat oder ob die Leuchte zu diesem Zweck nur über eine Schutzleiterklemme verfügt, ist der Leuchtenanschluss auszuführen.
Viele Deckenleuchten-Anschlüsse im Wohnzimmer sind in zwei Sektionen geteilt, um die Lampen über zwei selbstständige Lichtschalter bzw. über einen „Doppelschalter" (Serienschalter) schalten zu können.
Das Bild zeigt, dass so ein geteilter Anschluss kein Kopfzerbrechen verursachen dürfte.
Die Leuchte muss in dem Fall über zwei selbstständige „Phasenanschlüsse" verfügen, die aus einem schwarzen und einem braunen Leiter bestehen, wie hier eingezeichnet ist.
Manchmal sind beide Phasenzuleitungen (Phase 1 und Phase 2) auch nur schwarz bzw. nur braun - wodurch sich an der Installation nichts ändert.
Wenn die eigentliche Deckenleuchte nicht über zwei separate Lampensektionen verfügt, muss man sich damit abfinden, dass einer der zwei geschalteten Leiter (an der Decke) nicht verwendet werden kann. In dem Fall darf man den Leiter einfach als „nicht existent" betrachten - aber nicht abzwicken, sondern nur schützend mit einem Isolierband isolieren!
Den ursprünglichen Doppel-Lichtschalter (Serienschalter) können Sie evtl. durch einen einfachen Lichtschalter oder Lichtdimmer ersetzen. Dies ist zwar nicht technisch bedingt, aber es kann störend sein, wenn der Lichtschalter zwei Tasten hat, von denen nur eine verwendet wird.
Es kann allerdings auch vorkommen, dass Sie sich eine Leuchte bzw. einen Kronleuchter zulegen, dessen Lampen in zwei Sektionen eingeteilt sind, ihr Deckenanschluss jedoch nur als „Dreidraht-Anschluss" ausgelegt ist und somit nur über einen einzigen Phasenleiter (und auch nur über einen einzigen Lichtschalter) verfügt.
Hier können Sie entweder die zwei Phasenzuleitungen des Leuchters einfach, wie im Bild, zusammenschließen oder Sie ziehen in die Zuleitung vom Lichtschalter zu der Lampe einen zusätzlichen, schwarzen oder braunen 1,5-mm2-Leiter ein und ersetzen den bestehenden einfachen Lichtschalter durch einen Doppelschalter (Serienschalter).
Die letztere Empfehlung setzt allerdings voraus, dass die Elektroinstallation mit Rohrleitungen ausgeführt ist, in die sich zusätzliche Leiter hineinziehen lassen.
Ist dem so, können Sie beim Anbringen eines zusätzlichen (dritten) Leiters auf zwei Weisen vorgehen:
a) Sie ziehen den zusätzlichen Leiter (Draht) mit Hilfe einer speziellen Elektriker-Einzieh-Nylonfeder bzw. Einzieh-Stahlfeder in die bestehenden Installationsrohre hinein oder
b) der zusätzliche Leiter wird in das Installationsrohr auf die Weise hineingezogen, dass einer der bereits bestehenden Leiter (Drähte) als Zugfeder verwendet wird. Er muss in dem Fall allerdings gleichzeitig auch einen „Ersatzleiter" für sich selbst in das Rohr hineinziehen.
Die Abbildung zeigt eine bestehende Deckenleuchten-Installation, die nur für eine einzige Lichtsektion - und somit auch nur für einen einfachen Lichtschalter - angelegt ist.
Wenn der einfache Lichtschalter durch einen Serien-Lichtschalter (mit zwei separaten Schaltern) ersetzt werden sollte, der einen Leuchter mit zwei unabhängigen Lampensektionen schalten kann, muss von dem Schalter zu dem Leuchter ein zusätzlicher Leiter (isolierter Kupferleiter) in die Installationsrohre eingezogen werden.
Das eigentliche Einziehen eines zusätzlichen Leiters setzt voraus, dass die Rohrzuleitung zum Deckenanschluss (das Leitungsrohr „C" in Abb. oben/unten) ordnungsgemäß ausgeführt wurde. Manchmal kommt es vor, dass ein schlampiger Elektriker den Bogen zwischen der Wand und der Decke mit einem Klick unter den Putz hineingedrückt hat, der die Leiter derartig festklemmt, dass da für einen zusätzlichen Leiter kein Durchkommen mehr ist.
Sie können jedoch bereits im „Planungsstadium" prüfen, ob sich z. B. der schwarze Phasenleiter im Leitungsrohr „C" leicht hin und her ziehen lässt.
Mit einem Gehilfen geht es am besten: Sie können dann den Leiter einfach ein paar Mal hin und her ziehen. Geht es leicht, wird sich auch noch der zusätzliche Leiter problemlos hineinziehen lassen.
Stellt sich heraus, dass der Leiter klemmt (was bei einer ordentlich angelegten Elektroinstallation nicht vorkommen dürfte), ist es auch keine Katastrophe: Der klemmende Bogen müsste vorsichtig aus dem Putz herausgestemmt und aufgeschnitten, die Leiter müssten aus dem Leitungsrohr herausgezogen und nach dem Einsetzen eines neuen „ordentlichen" Bogens wieder hineingezogen werden. Ein solcher Eingriff sollte bevorzugt vor dem Streichen der Wände bzw. vor dem Anbringen neuer Tapeten stattfinden.
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