von Ulrich E. Stempel
Dieses Franzis-Buch aus der Reihe Do It Yourself von Ulrich E. Stempel ist als einzelnes Werk und als Teil des Lernpakets "Strom mit Solarenergie" erhältlich. Wer sich praktisch mit Solarzellen befassen möchte, wird hier genau die Informationen finden, die er braucht. Stempel versteht es, die notwendige Theorie anhand einfacher Experimente zu vermitteln. Alle Experimente werden mit einem amorphen Solarmodul durchgeführt. Da geht es um Messungen der abgegebenen Spannung und des erzeugten Stroms, um Energiespeicherung in einem Kondensator, um Transistorschaltungen, Steuerung eines Motors und um die Erzeugung von Wasserstoff . Die erforderlichen Bauteile sind komplett im Lernpakt enthalten, können aber auch leicht im Elektronik-Handel bezogen werden, soweit sie nicht ohnehin schon in der Bastelkiste vorhanden sind.
Fazit: Ein echtes Do-It-Yourself-Buch für Hobbyelektroniker und Heimwerker, die hier ihre ersten Erfahrungen mit der Elektronik sammeln können.
B.K.
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Grundlagen der Solarenergie
Lernpaket Strom mit Solarenergie
Ein Textauszug:
4.2.2 Impulsladung
Versuchsaufbau: Solarmodul, Steckbrett, Blink-LED, rote LED, Diode 1N4148, Elko 1000 µF, Elko 4700 µF, Transistor T1 2N3904, Transistor T2 N3906, Widerstand 2,2 k, Akku, evtl. Akkuhalter.
Hinweis: Dieser Versuch funktioniert auch mit wenig Licht (bewölkter Himmel), bei viel Licht (volle Sonne) wird der Akku schneller geladen.
Durch die Impulsladung wird der Memoryeffekt weitgehend verhindert. Kurze, starke Stromstösse laden die Akkuzelle. Der weitere Vorteil: Diese Ladeschaltung funktioniert auch mit wenig Licht ganz gut. Der Akku wird jedoch mit weniger Lichtenergie dementsprechend langsamer aufgeladen.

Abb. 4.7: Versuchsaufbau für die Impulsladung. Beide Transistoren sind so eingesteckt, dass die Typenbezeichnung vom Solarmodul aus gesehen (im Bild von unten) lesbar ist. Der obere Transistor ist T2 (2N3906), die obere LED ist die Blink-LED.
Versuchsreihenfolge:
a) Stecken Sie die Elektronikteile in die Kontakte des Steckbrettes. Der Elko 1000µF dient zunächst als Puffer, der weitere Elko mit dem Wert 4700µF fungiert zunächst als Akku- Ersatz.
b) Nehmen Sie den Elko mit 1000µF heraus und ersetzen Sie diesen durch den Elko mit 4700µF. Nehmen Sie, sofern vorhanden, einen NiCd Akku (Micro oder Mono) wenn möglich mit entsprechender Halterung und schließen diesen mit den Strippen (rot für den Pluspol und schwarz für den Minuspol) am Steckbrett an. Als Anschlussmöglichkeit für die Strippen können Sie jeweils ein kurzes Stück Draht in die Kontakte des Steckbretts einstecken.

Abb. 4.8: Schaltplan Impulsladung. Die Blink-LED bildet zusammen mit D2 einen Spannungsteiler und gibt die Impulse über R1 an die Basis von Transistor T1. T1 steuert über die Kollektor-Emitterstrecke den Basiseingang des Transistors T2. Dieser gibt als Längstransistor den Stromfluss zum Akku frei. Die rote LED, D3, zeigt durch ihre blinkende Helligkeit an, wie viel Strom zum Elko fließt.

Abb. 4.9: Umbau der Impulsladung aus Abb. 105 für die Akkuladung. Als Akku eignet sich eine micro-Zelle entweder als ein NiCD oder ein NiMH-Akku. Wenn Sie möchten, können Sie auch zwei Akkuzellen in „Reihe" laden.

Abb. 4.10: Im Schaltbild werden die Elkos verändert. C1 wird durch C2 ausgetauscht. An die bisherige Stelle von C2 kommt ein Akku.
Anwendung im Alltag: Akkusolarladegeräte, Eigenbau oder gekauft.
Hinweis: In der TV-Sendung Folge 7 des Computer-Club 2 hat Wolgang Rudolph das Lernpaket "Strom mit Solarenergie" vorgestellt. Man kann sich die Sendung auch am PC ansehen.