Tipps und Tricks zum Aufbau elektronischer Schaltungen auf Breadboards, Teil 2
von Günter Spanner
Anschlussdrähte verlängern
Oft genügt es, die Abschlusspins eines Bauelements einfach zu verlängern. Hierzu können Drahtreste verwendet werden, welche an die PINs gelötet werden. Besonders Mikrotaster haben dann eine besseren halt und sind sicherer zu bedienen.

Anschlussdrähte für Litzen
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Häufig wird z. B. für die Anschlüsse von Batteriehaltern oder Lautsprechern kein Draht verwendet sondern Litze. Diese besteht aus vielen einzelnen, sehr dünnen Drähtchen. Der Vorteil einer Litze gegenüber einem Draht ist die sehr viel höhere Flexibilität. Aber wenn auch das Ende der Litze verzinnt ist, so ist der Einsatz im Breadboard nicht immer optimal. Hier ist es günstig, an die Litzenenden ein kurzes Drahtstück anzulöten und dann die Lötstelle mit Schrumpfschlauch zu versehen. Es entsteht so ein kostengünstiger Kabelschuh, der sich durch lange Haltbarkeit auszeichnet.



Trägerplättchen und Modulplatinen
Es gibt auch verschiedene Bauelemente wie z. B. Spulen, Übertrager oder Ähnliches, die nicht direkt in das Breadboard gesteckt werden können. Hier bietet sich die Anfertigung einer Trägerplatine an. Diese kann leicht aus dem Reststück einer Lochrasterleiterplatte gefertigt werden. Auch SMD-Bauteile werden mit dieser Methode breadboardtauglich.


Auf korrektes Ziehen und Stecken von ICs achten
ICs müssen mit besonderer Sorgfalt behandelt werden, da sie sonst leicht zerstört werden können. Beim Einsetzen der ICs in das Breadboard sind einige Regeln zu beachten. Beispielsweise sind die Anschlusspins herstellungsbedingt oft etwas auseinander gespreizt. Vor dem Einsetzen sollten sie daher vorsichtig zueinander gebogen werden.

Zum Einsetzen von ICs in das Steckbrett legt man sie an die richtige Position und drückt sie dann mit geringem Kraftaufwand ein. Immer vorher überprüfen, ob die Pins richtig über den Löchern liegen, da sie sonst umgebogen werden.

Beim Entfernen von ICs sollten immer ein kleiner Schraubenzieher o. Ä. verwendet werden. Das direkte Ziehen mit den Fingern führt meist zu verbogenen Pins, außerdem beseht die Gefahr dass hinterher ein oder mehrere Pins im Finger stecken!

Fassungen für teure ICs
Obwohl ICs in DIL-Bauform direkt in das Breadboard gesteckt werden können, kann es sinnvoll ein, bei besonders hochpreisigen oder schwer beschaffbaren ICs eine Fassung zu verwenden. Insbesondere wenn der IC häufig gesteckt und gezogen werden muss, kann es trotz aller Vorsicht vorkommen, dass sich einzelne Pins verbiegen und schließlich abbrechen. Wenn man den IC inklusive der Fassung ein- und ausbaut, dann ist maximal die Fassung gefährdet.
Übermässige Verschmutzung vermeiden
Vermeiden sie eine übermäßige Verschmutzung der Breadboards. Diese kann zu erhöhten Kriechströmen führen. Insbesondere Feuchtigkeit aber auch manche Fette und Öle weisen eine Restleitfähigkeit auf, die sich bei empfindlichen Schaltungen durchaus negativ bemerkbar machen kann.
Überall gegenwärtiger Hausstaub sammelt sich leicht in den Stecköffnungen. Dies kann zu Kontaktproblem führen. Daher sollten die Breadboards immer gut geschützt aufbewahrt werden. Will man fertig aufgebaute Schaltungen über eine längeren Zeitrauem hinweg betreiben, so sollte man diese unbedingt in ein Gehäuse einbauen.
Literatur: Lernpaket Elektronik mit ICs

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