Durch Anlöten von 2 Drähten an die USB-Buchse, die im Auslieferzustand nur zum Laden des Akkus gedacht ist, war es sogar möglich, eigene Videos auf die Elektronik zu übertragen und abspielen zu lassen.
Mir war es gelungen, solch eine limitierte Sonderausgabe mit Display zu bekommen.
Natürlich musste das Innenleben unter die Lupe genommen und analysiert werden. Inzwischen habe ich auch ein paar Fotos des Innenlebens gemacht und einige Informationen zusammengestellt.
Die auf 2000 Stück limitierte Sonderausgabe (Heft 10/2010) der Zeitschrift "TV Movie" wurde zum normalen Kioskpreis von 1,60€ verkauft.
Das Display ist in einer aufklappbaren Kartonbeilage eingeklebt, nach Aufklappen des Deckels werden die Werbevideos abgespielt.
Die Abmessungen der Werbebeilage betragen ca. 18 cm x 22 cm, sie ist ca. 7 mm dick. Die Technik kommt von Vidipri, auf der Internetseite von Vidipri gibt es auch den entsprechenden Werbespot zu dieser Sonderausgabe.
Wenn der Karton, in den das Display samt Elektronik eingeklebt ist, vorsichtig entfernt wird, kommt das Innenleben zum Vorschein.
Enthalten ist ein Display, eine USB-Buchse, eine Platine mit der Steuerelektronik, eine kleine Platine mit 4 Tasten, ein kleiner Lautsprecher und ein Akku.
Der Ein-/Ausschalter ist folgendermaßen realisiert:
Im Kartondeckel ist ein kleiner Magnet eingeklebt, der sich bei geschlossenem Deckel direkt über einem kleinen Hallschalter auf der Platine befindet.
Wird der Deckel aufgeklappt, entfernt sich der Magnet, was durch den Hallschalter detektiert wird und die Elektronik schaltet sich ein.
Direkt nach dem Aufklappen des Deckels erscheint ein Startlogo des Herstellers Vidipri, dann wird der Ladestand des Akkus auf dem Display angezeigt, danach wird das Startvideo abgespielt.
Anschließend werden 4 weitere Videos abgespielt. Außerdem gibt es 4 Taster, mit denen diese 4 Videos auch direkt angewählt werden können.
Das Display hat eine Auflösung von 320x240 Pixel. Es handelt sich um ein TFT mit LED-Hintergrundbeleuchtung, die Bilddiagonale beträgt ca. 6 cm. Die Ansteuerung erfolgt über einen parallelen 16-Bit Datenbus.
Ein kleiner 8 Ohm Lautsprecher ist für die Soundausgabe zuständig. Die Lautstärke kann nicht verändert werden.
Als Spannungsversorgung dient ein kleiner 3,7V Li-Ionen-Akku, dieser kann über die im Karton integrierte USB-Buchse geladen werden.
Der Controller ist direkt auf der Platine aufgebondet (schwarzer Klecks).
Laut Platinenaufdruck scheint es sich um einen ST3110 von Sitronix zu handeln, ein "Dual Core Processor for Multimedia Products".
Als Speicher für die Videos ist ein NAND-Flash mit 256 MB Speicherkapazität vorhanden.
Davon stehen ca. 200 MB für Videos zur Verfügung, der Rest wird vom System benötigt.
Die USB-Buchse ist seitlich oben herausgeführt.
Sie ist eigentlich nur zum Laden des Akkus gedacht, da nur die 2 Pins für die Spannungsversorgung angeschlossen sind.
Auf der Platine sind jedoch 2 Lötpads D+ und D- vorhanden, wenn diese über 2 Drähte mit der USB-Buchse verbunden werden, dann meldet sich die Elektronik per USB als Wechsellaufwerk an.
Auf dem LCD erscheint eine Meldung "Connect to PC".
Außerdem startet automatisch eine im NAND-Flash gespeicherte Software "Management Tool", mit der es möglich ist, Videos zu übertragen.
Die 5 vorhandenen Videos können z.B. auf den PC gesichert werden, anschließend gelöscht und durch andere Videos ersetzt werden.
Die Software konvertiert die Videodateien automatisch in das von der Elektronik benötigte Format.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man durch diese elektronische Werbebeilage einen mobilen Videoplayer zu einem sehr günstigen Preis bekommen hat.
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