LED-Licht Recycling
von B. Kainka

Die LED-Platine und ein Stück des Lichtwellenleiters
Im Labortagebuch hatte ich ja schon von der LED-Kerze berichtet. Inzwischen ist sie abgebrannt und durfte geöffnet werden. An der Unterseite gab es eine kleine Höhlung, die mit einem Wachspfropfen verschlossen war. Zum Vorschein kam eine kleine Platine mit drei LEDs, einer Fotodiode als Lichtsensor und einem Batteriehalter für zwei 3-V-Lithium-Zellen. Die Platine selbst war kaum mit Wachs benetzt. Ein Lichtwellenleiter führte nach oben zur Kerzenflamme, wo er mit der Flamme herunterbrannte. Die Fotodiode wurde sorgfältig mit Schrumpfschlauch umhüllt und hatte zusätzlich noch einen Lichtschutz aus Metall, damit sie nicht vom eigenen Licht getroffen wurde. In Reihe zur Schaltung fand sich ein SMD-Widerstand mit 68 Ohm als Strombegrenzung.

Rechts neben der Platine: Die ausgebaute Fotodiode
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Die Platine sollte mit vier NiMH-Akkuzellen wieder in Betireb genommen werden. Dazu habe ich zuerst die Fotodiode durch einen Widerstand mit 10 kOhm ersetzt. Damit ist das Licht immer eingeschaltet. Zusätzlich habe ich den Reihenwiderstand von 68 Ohm mit einem zweiten Widerstand von 36 Ohm überbrückt. Damit ergibt sich auch bei der reduzierten Spannung von 4,8 V eine gute Helligkeit der drei superhellen LEDs. Die Farben Rot, Blau und Grün erscheinen nun in voller Pracht und mit langsamen Übergängen.

Die kleinen 3-mm-LEDs liefern ein sehr helles, punktuelles Licht. In der ursprünglichen Kerze sorgte das umgebende Wachs für eine gute Farbmischung. Zur Probe wurde die Platine deshalb wieder in den verbleibenden Kerzenstummel eingesetzt. Zwei Drähte führen nach außen zum Batteriefach. Und wenn die Akkus mal leer sind, werden sie wieder aufgeladen. Normalerweise wäre die Kerze im Sondermüll gelandet, aber jetzt leuchtet sie noch lange.

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