November 2008 Messtechnik
Der Schwerpunkt der vergangenen Wochen war das Retro-Radio. Und das Thema bleibt wichtig, denn es kommen laufend neue Fragen und auch Vorschläge für Verbesserungen und neue Experimente mit dem Radio. Das ganze Projekt ist jetzt schon ein großer Erfolg. Viele, viele Leute haben erstmalig oder nach langer Zeit wieder zum Lötkolben gegriffen und Spaß an der Sache gefunden.
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Zugleich hat das Retro-Radio auch gezeigt: Wer Elektronik als Hobby betreiben will, der kommt irgendwann an der Messtechnik nicht mehr vorbei. Man kann zwar im Prinzip eine Schaltung einfach nachbauen. Und wenn man alles richtig macht funktioniert es auch. Aber sobald ein kleiner Fehler auftaucht wird es schwierig. Und DASS ein Fehler auftauchen wird, sagt ja schon Murphys erstes Gesetz: Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. Es ist ja nicht so, dass Sorgfalt und Erfahrung in jedem Fall Fehler verhindern könnten. Entscheidender ist, dass man die Schaltung versteht und die Funktion mit Messungen oder anderen Tests nachvollziehen kann. Das bedeutet, man muss eine Schaltung in Gedanken in kleinere Einheiten zerlegen können, die man einzeln überprüfen kann. Z.B. sieht man im Endverstärker des Radios eine Verstärkerstufe in Emitterschaltung, bei der bekanntlich die Basisspannung ca. 0,6 V über der Emitterspannung liegt, und wenn das nicht der Fall ist, muss in diesem Bereich ein Fehler vorliegen. Klar, da kommt einiges zusammen, was erst mal gelernt sein will. Aber das ist durchaus zu schaffen.

Es gibt ja noch ein zweites Projekt, das Franzis zusammen mit Conrad durchgeführt hat: Der Adventskalender mit 24 Elektronik-Experimenten! ELO wird sich auch mit diesem Thema befassen. Dass bisher noch fast nichts darüber zu lesen war liegt an der vorweihnachtlichen Disziplin. Sogar im Handbuch steht ja, dass man die Türchen keinesfalls vorzeitig öffnen soll. Aber am 1. Dezember geht es richtig los! Dann wird es einen begleitenden Kurs in ELO geben, der die Versuche aus dem Kalender aufgreift und vertieft. Und da wird auch die Messtechnik eine wichtige Rolle spielen.

Wenn Sie an diesem Kurs teilnehmen wollen, brauchen Sie erstens einen dieser Kalender und zweitens ein Messgerät. Ich möchte das digitale Multimeter einsetzen, das auch im Lernpaket Einstieg in die Elektronik besprochen wurde. Dieses oder ein gleichwertiges Messgerät ist nicht teuer, aber es ist Gold wert, wenn man damit umgehen kann. Und das werden Sie im Dezember lernen, wenn Sie es nicht sowieso schon können. Am Ende des Kurses sollte jedenfalls jeder die Experimente aus dem Kalender vollständig verstanden haben und überprüfen können. Und mehr noch: Was man verstanden hat kann man auch abändern. Sie werden also auch eigene Schaltungen entwickeln können. Geplant ist übrigens ein kleiner Entwicklungswettbewerb. Ich bin schon gespannt, wer mit dem Material aus dem Kalender die beste, interessanteste oder nützlichste Schaltung entwickeln wird.
Neugierig geworden? Nein, nicht die Türchen öffnen, Sie müssen noch einen Monat warten! Nur eins sei schon mal vorab verraten: Im Kalender befinden sich ein kleines Laborsteckbrett und viele Bauteile. Damit sind ähnliche Versuche möglich wie im Lernpaket Elektronik.
Ihr Burkhard Kainka

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