Unterziehen wir mehrere Notebooks einer näheren Betrachtung, erkennen wir, dass sie zwar mit unterschiedlichen Akkuspannungen von zum Beispiel 11,1 oder 14,8 V arbeiten, aber generell Netzteile dabeihaben, die rund 19,5 V Gleichspannung liefern.
Um einen externen Akku ans Notebook anschließen zu können, ist ein kurzes Adapterkabel erforderlich, das an den Enden mit den Steckernormen ausgestattet ist, die von der Stromversorgungsbuchse des Notebooks und dem Stromanschluss des Akkus genutzt werden.
Zuerst ist festzustellen, welche Buchsennorm zur Stromversorgung im Notebook eingebaut ist.
Mitunter kommen hier Spezialbuchsen zum Einsatz, die nur vom Rechnerproduzenten verwendet werden.
Sie sollten sicherstellen, dass für das Gerät nur Originalzubehör angeschafft werden kann. Meist ist es dienlich, wenn man das Notebook-Netzteil, an dem schon der benötigte Stecker montiert ist, zum Elektronikfachhändler mitnimmt.
Der Spezialist kann feststellen, welchen Stecker man braucht und ob er erhältlich ist.
Akkublocks aus dem Modellbaubereich sind mit verschiedenen Steckerstandards ausgestattet, deren entsprechende Gegenstücke ebenfalls erforderlich sind. Im Modellbau gebräuchliche Buchsen und Stecker bekommt man im Modellbaufachhandel - also dort, wo man auch den Modellbauakku bezogen hat.
Dazu wird ein zweipoliges Kabel benötigt, dessen Querschnitt etwa 0,75 mm² beträgt.
Weil sich der Energiebedarf eines Notebooks in Grenzen hält, ist dies mehr als ausreichend. Damit sich das Kabel leicht und bequem bewegen lässt, müssen seine Adern aus Litzen gefertigt sein. Sie gewährleisten auch, dass das Kabel leicht biegbar ist. Würde man einadrige, steife Leiter verwenden, würden sie bei mehrmaligem Verbiegen irgendwann abbrechen.
Das Werkzeug beschränkt sich auf einen Elektroniklötkolben mit einer Leistung von rund 20 bis 40 W sowie eine Einspannhilfe, mit der sich die zu lötenden Komponenten fixieren lassen. Wir verwenden dazu einen üblichen Schraubstock. Zum Abisolieren und Zurechtschneiden der Drähte ist ein Seitenschneider, idealerweise ein kleiner Elektroniker-Seitenschneider, vonnöten.
Zuletzt ist noch für eine sichere Lötkolbenablage und eine Unterlage, die die Tischplatte und den Boden vor heißem Lötzinn schützt, zu sorgen. Zum Löten werden etwas Lötzinn und ein feuchter Schwamm benötigt, an dem man die Lötkolbenspitze bei Bedarf abstreift.
Die Bauanleitung Schritt für Schritt
Als Erstes löten wir den Stromversorgungsstecker an das Kabel an. Da der Rechner mit Gleichstrom versorgt wird, ist zuerst die benötigte Polarität festzustellen.
Häufig ist sie am Typenschild des Netzteils angegeben.
Falls nicht, ist sie mit einem Multimeter zu ermitteln, mit dem man auch Spannungen messen kann. Es ist zuerst auf Gleichspannungsmessung und einen Messbereich einzustellen, der in jedem Fall höher ist als die von uns gemessene Spannung.
Da PC-Netzteile an die 19 V ausgeben, wäre eine korrekte Einstellung etwa der Messbereich 20 V oder 30 V, was je nach Multimeter variieren kann.
Multimeter haben mehrere Buchsen. Für Standardmessungen, wie wir sie vornehmen wollen, sind die Messstrippen an »COM« und »V/A« anzuschließen. Die Bezeichnungen variieren. COM entspricht dem Minuspol, dem die schwarze Farbe zugeordnet ist. V/A ist der Pluspol, an den die rote Strippe zu stecken ist. Nun hält man beide Messspitzen an die Kontakte des Netzteilsteckers, wobei das Netzteil eingesteckt sein muss.
Dabei ist zu beachten, dass sich beide Messspitzen nicht berühren, da dabei ein Kurzschluss entstehen würde, der das Netzteil beschädigen kann.
Hält man zum Beispiel die rote Messleitung an den Innenpol des Steckers und die schwarze an den äußeren Rand und liest am Voltmeter eine positive Spannung ab, ist der Innenleiter der Plus-, der Außenleiter der Minuspol.
Wird am Messgerät ein negativer Spannungswert angezeigt, ist die Polarität am Stecker vertauscht.
Um Verwechslungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Drahtfarben Rot und Schwarz zu verwenden. Sie finden sich auch an den Stromanschlüssen des Akkus und kennzeichnen den Plus- und Minuspol.
Zunächst sind beide Adern an einem Ende für einige Millimeter abzuisolieren und die feinen Litzen mit den Fingern zu verdrillen. Damit sie ihre Position beibehalten und damit später ihr Anlöten an den Stecker leichter von der Hand geht, sind sie mit dem Lötkolben etwas vorzuverzinnen.
Dazu werden die verdrillten Litzen mit der Lötspitze erhitzt, und es wird Lot zugeführt.
Anschließend ist der Netzteilstecker im Schraubstock so einzuspannen, dass beide Lötfahnen gut mit der Lötspitze erreicht werden. Auch sie werden mit etwas Lot vorverzinnt.
Die Lötpunkte, an denen die beiden Drähte anzulöten sind, sind nur wenige Millimeter groß.
Auf ihre Abmessungen sind die vorbereiteten blanken Teile der Drähte zurechtzustutzen.
Ziel ist, dass keine blanken Drahtstücke über die Lötpunkte hinaus bestehen bleiben.
Da im Steckerinneren nur wenig Platz vorhanden ist, würde ansonsten die Gefahr eines Kurzschlusses bestehen.
Da Drähte und Steckerlötfahnen bereits vorverzinnt wurden, wird man während des Anlötens der Drähte kaum noch Lot zuführen müssen. Nachdem der Stecker abgekühlt ist, ist zu überprüfen, ob während des Lötvorgangs, etwa durch überzähliges Lot, ein Kurzschluss entstanden ist. Falls ja, ist dieser zu beseitigen. Ist alles in Ordnung, kann das Steckergehäuse aufgeschraubt werden.
Im nächsten Arbeitsschritt ist der Stecker für den Batterieanschluss an das Adapterkabel anzulöten.
Prinzipiell sind dabei die gleichen Arbeitsschritte vorzunehmen, die eben beschrieben wurden.
Kleine Abweichungen können sich durch die Konstruktion des Batteriesteckers ergeben.
Für unseren Akku ist an das Adapterkabel ein sogenannter G-3,5-Hochstromstecker anzulöten.
Er besteht aus zwei unabhängigen Rundsteckern, an deren hinterem Ende je ein Draht einzulöten ist.
Um den Lötvorgang zu erleichtern, ist die Bohrung im hinteren Kontaktbereich vorzuverzinnen. Steckt man anschließend den einzulötenden Draht hinein, während man den Hochstromstecker mit dem Lötkolben erwärmt, verflüssigt sich das im G-3,5-Steckerinneren befindliche Lot wieder, womit der Draht quasi von selbst hineinrutscht und sicheren Halt bekommt.
Zuletzt ist das Steckergehäuse auf die beiden Kontakte aufzuschieben.
Es hat zwei verschiedene Außendurchmesser, die die Aufgabe des Verpolungsschutzes übernehmen.
Das Gehäuse ist so aufzustecken, dass der rote Draht des Adapterkabels mit der roten Anschlussleitung des Akkus zusammenfällt.
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